Jack Ma ist wieder aufgetaucht.

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Große Erleichterung bei den Aktionären des chinesischen Amazon-Rivalen Alibaba: Firmengründer Jack Ma, der nach dem gescheiterten Börsengang der Tochter Ant im Herbst von der Bildfläche verschwunden war, ist wieder aufgetaucht. In einer Rede hatte er damals die Regulatoren in China kritisiert, es gab zahlreiche Spekulationen über seinen Verbleib. Die an der Börse in Hongkong notierten Alibaba-Aktien sprangen am Mittwoch um mehr als zehn Prozent in die Höhe.

Videobotschaft

Ma meldete sich in einem 50-sekündigen Video seiner Stiftung zu Wort, in dem er sich an Lehrer in ländlichen Gebieten wandte. Beobachter konnten nicht zuordnen, an welchem Ort das Video aufgenommen wurde. Der Clip verbreitete sich in Windeseile über den chinesischen Kurznachrichtendienst Weibo.

Der Milliardär, der vor der Gründung des Onlinenetzwerks als Lehrer tätig war, war am 24. Oktober zuletzt in der Öffentlichkeit erschienen und hatte sich über die Finanzregulierung in China beschwert. Wenige Tage später hatten die Regulatoren den 37 Milliarden Dollar schweren Börsengang von Ant in Schanghai und Hongkong verhindert. Es hätte der größte Börsengang der Geschichte werden sollen. (Reuters, 20.1.2021)