Die Sonde Tianwen-1 erblickt ihr Ziel: Mars.

Foto: Reuters/CNSA

Die chinesische Raumsonde Tianwen-1 hat auf ihrem Weg zum Mars das erste Bild ihres Zielobjekts geschickt: Auf der von der chinesischen Weltraumagentur CNSA veröffentlichten Aufnahme ist unser Nachbarplanet aus einer Entfernung von rund 2,2 Millionen Kilometern zu sehen.

Chinas erste eigene Mars-Mission ist im Juli 2020 gestartet. Mit einer Trägerrakete wurden ein Orbiter, ein Landegerät und ein Rover ins All geschossen. Der rund 200 Kilo schwere Roboter soll im Mai auf dem Mars landen und mehrere Monate lang wissenschaftliche Untersuchungen durchführen, Bilder aufnehmen sowie einen Beitrag zur Kartierung der Marsoberfläche leisten.

2011 hatte China schon einmal gemeinsam mit Russland versucht, eine Sonde zum Mars zu schicken. Die Mission scheiterte jedoch, daraufhin entschloss sich Peking zum Alleingang.

Technische Herausforderung

Die Landung auf dem Mars gilt als enorme technische Herausforderung. Von bisher 18 Landeversuchen waren nur zehn erfolgreich – neun davon gelangen der US-Weltraumbehörde Nasa. Einmal schaffte auch Russland eine Landung, doch nur Sekunden später riss der Funkkontakt ab und der Rover war verloren, ehe seine eigentliche Mission überhaupt begonnen hatte. Für Chinas ambitionierte Raumfahrtpläne wäre eine erfolgreiche Landung ein wichtiger Meilenstein.

Auch die Nasa will schon bald wieder auf dem Roten Planeten landen: Perseverance, der ebenfalls vergangenen Sommer gestartete bisher größte Marsrover, soll am 18. Februar den Einschlagskrater Jezero auf der marsianischen Nordhalbkugel erreichen.

Und noch ein Besuch steht dem Mars bevor, wenn auch ohne Landung: Die Raumsonde Al-Amal der Vereinigten Arabischen Emirate soll kommende Woche in eine Umlaufbahn um den Roten Planeten einschwenken und Daten zur Marsatmosphäre sammeln. (red, APA, 6.2.2021)