Der Bitcoin ist wieder auf Rekordkurs.

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Der Bitcoin nähert sich wieder der Marke von 50.000 Dollar. In der Nacht auf Dienstag stieg der Kurs der weltweit bekanntesten und wichtigsten Digitalwährung bis auf 49.938 Dollar, verlor danach aber wieder etwas an Wert. Zuletzt lag der Kurs auf der Handelsplattform Bitstamp mit rund 49.000 Dollar aber immer noch in Reichweite der symbolträchtigen Marke und über dem Niveau vom Montag.

Der Bitcoin war bereits am Sonntag fast auf 50.000 Dollar gestiegen, war aber am Montag bis auf rund 46.000 Dollar abgesackt. Er befindet sich seit Monaten im Höhenflug, der sich zuletzt noch einmal beschleunigte. So hatte der Bitcoin zu Weihnachten noch die Hälfte gekostet. Im Spätsommer lag der Kurs noch bei rund 10.000 Dollar. Angetrieben wurde er zuletzt unter anderem vom Elektroautobauer Tesla und dessen Chef Elon Musk.

Musk rührt Werbetrommel

Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben einen Milliardenbetrag in Bitcoin investiert und beabsichtigt, die Digitalwährung künftig als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Musk selbst wiederum machte immer wieder via Twitter auf die Digitalwährung aufmerksam. Teslas Engagement weckt die Hoffnung, dass auch andere Unternehmen folgen könnten, was die Akzeptanz des Bitcoin steigern würde.

So scheint auch das Kreditkartenunternehmen Mastercard dem Kryptogeld nicht mehr abgeneigt. So hatte Raj Dhamodharan, zuständig bei Mastercard für digitale Vermögenswerte, vergangene Woche in einem Blog geschrieben, dass der Konzern Transaktionen mit ausgesuchten Kryptowährungen erlauben wolle. Darüber hinaus stehe man in engem Kontakt mit Zentralbanken, die an eigenen Digitalwährungen arbeiten.

Morgan Stanley könnte aufspringen

Und auch immer mehr professionelle Investoren schielen auf die Digitalwährung. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Wochenende unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete, erwägt ein auch auf Wachstumswerte ausgerichteter Investmentarm der US-Bank Morgan Stanley den Bitcoin auf die Liste möglicher Investments zu setzen.

Befeuert wird der Kryptowährungsboom aber auch durch die Geldschwemme der Zentralbanken und wichtiger Industriestaaten. In der Corona-Krise haben die Notenbanken ihre ohnehin schon lockere Geldpolitik noch wesentlich großzügiger ausgestaltet.

Die Staaten stützen Verbraucher und Unternehmen durch hohe Ausgaben, was die staatliche Schuldenlast stark steigen lässt. Aus dieser Entwicklung könnte eine erhöhte Inflation resultieren, die traditionelle Währungen entwerten würde. Einige Anleger fragen daher verstärkt alternative Anlagen wie Digitalwährungen nach. (APA, 16.2.2021)