Die HBO-Doku "Allen vs. Farrow" erhebt schwere Vorwürfe gegen den US-Regisseur Woody Allen.

Foto: Evan Agostini/Invision/AP

Dieser Tage erscheint Dylan Farrows erster Roman "Hush", im Gespräch ist die 35-jährige Tochter des US-Regisseurs Woody Allen aber vor allem wegen einer Doku, die am kommenden Sonntag auf HBO zu sehen ist.

"Allen vs. Farrow" rollt in vier Folgen Vorwürfe des Kindesmissbrauchs während der Partnerschaft zwischen Allen und der Schauspielerin Mia Farrow neu auf. Wie bereits vor zwei Jahren mit "Leaving Neverland" über Michael Jackson dürften mit der im Stil einer "True Crime Story" gedrehten Dokumentation letzte Zweifel über die Täterschaft Allens ausgeräumt sein. Zumindest deutet der Trailer dies an.

HBO

Privataufnahmen, Gerichtsdokumente und Tonbänder sollen belegen, was Allen stets bestritten hat, nämlich dass er seine Tochter missbraucht habe. Von Übergriffen des Vaters sprach Dylan Farrow bereits mehrmals in der Öffentlichkeit, etwa im Zuge der #MeToo-Kampagne in einem Artikel in der "Los Angeles Times". In der HBO-Dokumentation kommen sowohl Tochter als auch Mutter zu Wort.

Woody Allens Ehebruch

Ebenfalls Thema ist die Beziehung zwischen Woody Allen und Farrows Adoptivtochter Soon-Ye Previn. Farrow erzählt, wie sie eindeutige Polaroid-Fotos von ihrem Mann und Previn fand und "nach Luft rang". Seit 1997 sind Allen und Previn verheiratet und haben inzwischen zwei gemeinsame Kinder. Mia Farrow wurde vorgeworfen, sie habe ihre Kinder "gecoacht" und zu den Missbrauchsaussagen verführt.

Hinter "Allen vs. Farrow" stehen die investigativen Filmemacherinnen Kirby Dick und Amy Ziering, die bereits mit "The Hunting Ground" über eine Campus-Vergewaltigung für Gesprächsstoff sorgten. (prie, 19.2.2021)

Lust auf Serien?