Lily Collins in der Netflix-Serie Emily in Paris".

Foto: AP, Stephanie Branchu, Netflix

Hollywood – In der Nacht auf Montag werden in Los Angeles die Golden Globes verleihen, die heurige Vergabe der nach den Oscars wichtigsten US-Filmpreise läuft dieses Jahr weitgehend virtuell ab.

Zu den großen Favoriten mit sechs Nominierungen zählt die Filmbiografie "Mank" von Starregisseur David Fincher. Dieser und sein Hauptdarsteller Gary Oldman porträtieren in "Mank" den Autor Herman J. Mankiewicz, der mit Orson Welles einst den Klassiker "Citizen Kane" schrieb. Auf ebenfalls sechs Nominierungen kommt wie berichtet die Serie "The Crown" über die britische Monarchie. Neben 14 Filmtrophäen werden elf Preise in Fernsehkategorien vergeben. Chancen auf Preise haben auch der Gerichtsthriller "The Trial of the Chicago 7", das Familiendrama "The Father" und das Road-Movie "Nomadland".

Auch dieses Jahr wurden wieder im Vorfeld der Verleihung Kritik am Ausrichter, der Hollywood Foreign Press Association (HFPA), laut. Dieser Auslandspresseverband setzt sich aus weniger als 100 Mitgliedern zusammen, denen wiederholt vorgeworfen wurde, durch entsprechende Aufmerksamkeiten vonseiten der Studios in ihrem Urteil beeinflussbar zu sein.

Kritik an Nominierung von "Emily in Paris"

Entsprechend würden Bewegungen in der Gesellschaft wie jene für mehr Diversität in puncto Hautfarben auf der Leinwand, die sexuelle Orientierung oder die Gleichbehandlung von Frauen im Filmgeschäft ignoriert. Dass es etwa die seichte Serie "Emily in Paris" heuer auf die Nominierungsliste schaffte, führte zumindest die "Los Angeles Times" jüngst auf massive Umschmeichlung der HFPA-Mitglieder durch Paramount zurück. Für Kritik sorgte auch, dass wurde die viel gelobte HBO-Serie "I May Destroy You" über die Folgen einer Vergewaltigung gar nicht nominiert wurde. (red, APA, 24.2.2021)