Foto: Getty Images/ilosBataveljic

Während heute fast immer die Bedürfnisse der Kinder im Mittelpunkt stehen, machen Familienberaterin Linda Syllaba und Mama-Bloggerin Daniela Gaigg anderen Mamas Mut, die Reihenfolge der Fürsorge auch einmal umzudrehen: zuerst die Mutter, dann die Partnerschaft, dann die Kinder. Es sind nämlich vor allem die Mütter, die immer häufiger unter Depressionen und Burnout leiden. "Frauen werden regelrecht dazu erzogen, sich anzupassen, gefällig zu sein, unterstützend bis hin zu sich selbst aufgebend", sagt Gaigg, die selbst Mutter von zwei Kindern ist. Im Interview mit dem STANDARD erklären sie, was eine gute Mutter ausmacht und warum die bedürfnisorientierte Erziehung völlig missverstanden wird.

STANDARD: Eltern sein ist ohnehin anstrengend, doch Lockdowns, Distance-Learning und Homeoffice haben viele Mamas und Papas in den letzten Monaten wirklich an ihr Limit gebracht. War die Pandemie der Anlass für Ihr neues Buch?

Gaigg: Eigentlich war unser voriges Buch, "Die Schimpf-Diät", der Grund, uns genauer mit der Thematik der Selbstfürsorge zu beschäftigen. Weil Stress letztendlich immer der Auslöser für Schimpfen ist. Corona hat nur noch viel deutlicher gemacht, was vorher schon schwierig war: Wir Frauen und Mütter tragen in den meisten Familien die Hauptlast an Care-Arbeit und auch den Mental Load. Das ist unglaublich anstrengend, immer. Wenn dann noch Belastungen wie jetzt durch eine Krise dazukommen, läuft das Fass schnell über. Wir sind ja auch nur Menschen und reagieren dann mit Unmut, Aggression oder im schlimmsten Fall mit Zusammenbruch.

STANDARD: "Selfcare für Mamas" ist ein Erziehungsratgeber. Darin geben Sie aber primär Müttern Tipps, wie sie besser für selbst sorgen. Was hat denn Selbstfürsorge mit Erziehung zu tun?

Gaigg: Wenn wir schlecht bei Kondition sind, können wir nicht mehr gut für unsere Kinder da sein. Doch die brauchen uns ja. Also beginnen Kinder dann alles daranzusetzen, damit es uns wieder besser geht, oder sie übernehmen Verantwortung, die zu groß für sie ist. Auch wenn wir das gar nicht unmittelbar sehen oder verstehen können, wirkt eine solche Dynamik sich auf das ganze Leben eines Kindes aus, weil es prägt.

Abgesehen davon sind wir als Eltern ja auch immer Vorbild: für das Frausein, das Muttersein, für das Erwachsensein, dafür, wie man Verantwortung trägt, wie man gut für sich selbst sorgt, wie man Beziehungen lebt, einfach alles. Kinder lernen überwiegend aus der Vorbildwirkung, also darf man sich getrost damit auseinandersetzen, was man den eigenen Kindern für eine Vorlage liefert.

STANDARD: Was ist es denn, das uns Mütter so unglaublich anstrengt? Wir haben Waschmaschinen, Geschirrspüler, Hobbys, Kinderbetreuungseinrichtungen. Das gab es früher oft nicht. Warum fühlen sich dennoch so viele ausgebrannt?

Syllaba: Kindererziehung und Familienmanagement wären per se ein Fulltime-Job, doch wir haben uns als Gesellschaft dazu aufgemacht, dass Frauen wie Männer gleichermaßen frei wählen können, ob und was wir arbeiten und, generell, wie wir unser Leben gestalten wollen. Das ist ein lebendiger Prozess, der nicht abgeschlossen ist und leider noch viel Ungleichgewicht mit sich bringt – vor allem für uns Frauen. Solange wir also die alttradierte Rolle der Mutter gleichzeitig mit der Rolle der modernen Frau ausfüllen müssen, läuft die Überbelastung automatisch und latent mit. Es braucht sehr viel bewusste Auseinandersetzung, sehr viel Eigenverantwortung, Mut und Kraft, diese Balance hinzubekommen. Ratlose Männer, die dem gegenüberstehen, sind oft keine Hilfe, sondern werden noch zusätzlich als Belastung erlebt.

STANDARD: Das heißt, die meisten Männer verstehen gar nicht, warum ihre Frauen so überlastet sind?

Syllaba: Sie können das Dilemma der Frauen gar nicht nachvollziehen. Sie haben das Problem meist nicht. Zudem gibt es im Familien- oder Freundeskreis oft keine oder unzureichende Vorbilder, die ihnen zeigen könnten, wie "Gleichberechtigung" und faire Teamarbeit in der Familie aussehen.

STANDARD: Eltern heutzutage sind zudem extrem bemüht. Sie tragen ihre Babys wieder in Tüchern, Mütter stillen möglichst lange, und auf die Bedürfnisse der Kinder wird immer und vor allem schnell reagiert. Der Erziehungsstil des "Attachment Parenting" ist sehr angesagt, er soll Kinder schließlich stark und selbstbewusst machen. Doch heißt das nicht, dass sich Eltern dadurch immer hinten anstellen müssen?

Syllaba: Genau mit diesem Missverständnis räumen wir in unserem Buch auf: Bedürfnisorientierung bedeutet, die Bedürfnisse aller Familienmitglieder ernst zu nehmen und zu befriedigen. Nicht nur die der Kinder. Kinder im Fokus zu halten mag gut gemeint sein, tut ihnen aber gar nicht gut. Sie brauchen vielmehr Eltern, die gut auf sich schauen, authentisch und klar sind, um ihnen Wurzeln und Flügel geben zu können. Das macht stark.

STANDARD: Können Sie ein Alltagsbeispiel nennen, wo wir Eltern versuchen, möglichst bedürfnisorientiert zu handeln, und dabei eigentlich weder uns selbst noch den Kindern einen Gefallen tun?

Gaigg: Eine Mama, die mit ihrem Kind spielt, und währenddessen meldet sich ihr eigenes Bedürfnis, sagen wir, sie bekommt Durst. Sie möchte aufstehen und weggehen, um sich etwas zu trinken zu holen, doch das Kind protestiert. Wenn die Mutter nun Sorge bekommt, ihrem Kind zu schaden, weil es in ihren Augen auf sein Bedürfnis nach Bindung und Sicherheit hinweist mit seinem Protest, vernachlässigt sie ihr eigenes Bedürfnis, ergo: Sie trinkt nichts. Wenn sie es jedoch aushält, dass das Kind schreit oder sogar weint, wenn sie ihm erklärt, dass sie jetzt kurz in die Küche geht, mit ihm sogar in Sprechkontakt bleibt und nur kurz aus dem Sichtbereich verschwindet, durchlebt sie mit ihrem Kind die Erfahrung, dass es das "überlebt" und trotzdem in Sicherheit ist, auch wenn es momentan unangenehm ist.

STANDARD: Das Beispiel erinnert ein wenig an den Klassiker, den man von frischgebackenen Müttern hört: "Ich kann nicht mal mehr alleine aufs Klo gehen ..."

Syllaba: Mütter können alleine aufs Klo gehen. Selbst wenn sich der Spross darüber beklagt. Frustrationstoleranz muss ja erst ausgebildet werden, dazu ist es unerlässlich, solche Erfahrungen zu machen. Sonst lernt ein Kind den Umgang mit Situationen nicht, wo es mal nicht bekommt, was es will. Wünsche und Bedürfnisse voneinander unterscheiden zu können und sie zu priorisieren ist also wirklich wichtig. Und zu erkennen, dass nicht jedes Bedürfnis sofort und immer erfüllt werden muss, auch. Bedürfnisaufschub lernt man ja prozesshaft als Kind, wir Mütter können es schon recht gut, und das ist oft problematisch für die Gesamtsituation. Weil wir uns hinten anstellen, auch wenn es nicht notwendig wäre. Daran gewöhnen sich alle, und am Ende ziehen wir auf Dauer den Kürzeren.

STANDARD: Ist dieses Streben danach, eine möglichst gute Mama zu sein, aber auch ein möglichst guter Papa zu sein, ebenfalls der Grund, warum immer mehr Eltern im Burnout landen?

Syllaba: Es trägt auf jeden Fall dazu bei. Der eigentliche Grund ist jedoch das Nichtwahrnehmen und Schützen eigener Grenzen. Um das tun zu können, muss man sich selbst sehr gut kennen, mit sich selbst gut in Kontakt stehen. Erst dann erkennt man in jeder Situation, was man selbst denkt, fühlt, braucht und will.

STANDARD: Wenn Sie das so sagen, klingt das logisch. Als Mutter fühlt man sich dann aber oft so egoistisch.

Gaigg: Das hat mit Egoismus gar nichts zu tun, sondern mit Eigenverantwortung. Das müssen die meisten Eltern erst mühevoll erlernen, weil sie es nicht von zu Hause mitbekommen und erlernt haben – zumindest nicht in dem Sinne, wie wir es in der Welt von heute brauchen.

STANDARD: Der Begriff "gute Mutter" oder "guter Vater" ist ohnehin total schwammig. Dafür gibt es keine richtige oder offizielle Definition. Was ist denn eine gute Mutter in Ihren Augen?

Syllaba: Eine gute Mutter hat natürlich das Kindeswohl im Auge, was auch mit einschließt, dass sie selbst für das Kind enorm wichtig ist und deshalb geschützt und gut versorgt werden muss. Außerdem halten wir Authentizität für sehr bedeutsam. Das heißt, dass wir Eltern uns zeigen als die, die wir sind, um greifbar zu sein und dem Kind Halt geben zu können. Das darf keinesfalls mit ungefilterter Ehrlichkeit verwechselt werden. Auch nicht mit dem Verlust von Impulskontrolle. Im Gegenteil: Eine "gute Mutter" übernimmt wie eine verantwortungsvolle Führungskraft Verantwortung für ihre Entscheidungen und entlastet ihr Kind mit ihrer eigenen Klarheit und mit ihrer Kraft. Das heißt, dass sie es schafft, auch unliebsame Situationen zu halten bzw. auszuhalten. So kann sie die Entwicklungsprozesse ihres Kindes gelassen begleiten und bestmöglich zur Verfügung stehen.

STANDARD: Jetzt geht es immer nur um die Mütter. Warum sind es nur die Mamas, die Nachhilfe brauchen in der Selbstfürsorge? Was haben uns die Männer da voraus?

Gaigg: Was Männer uns voraushaben, ist ein ganz anderes Selbstverständnis und Rollenbild, das sie allerdings von den Müttergenerationen vor uns erhalten haben. Das ist nicht als Vorwurf gemeint, sondern als Feststellung gesellschaftlicher Entwicklungen. Männer wurden und werden anders sozialisiert. Natürlich gibt es auch harmoniesüchtige Männer, die sich schwertun, Nein zu sagen. Doch Frauen werden regelrecht dazu erzogen, sich anzupassen, gefällig zu sein, unterstützend bis hin zu sich selbst aufgebend. Weshalb gibt es immer noch so viele Frauen in den klassischen Sozialberufen? Wegen des guten Einkommens und der Karrierechancen ganz bestimmt nicht.

STANDARD: Frau Gaigg, Sie sind selbst Bloggerin und auf Instagram aktiv. Bei den meisten anderen Müttern sieht das Leben immer perfekt aus: die schöne Wohnung, glückliche Kinder, immer gut gelaunte und entspannte Mütter. Was macht das mit uns?

Gaigg: Ja, zumindest am Bildausschnitt sieht alles perfekt aus, dahinter schon nicht mehr. Es gibt keine perfekte Welt und auch keine perfekten Eltern, also kann man sich die Perfektion gleich mal aus dem Kopf schlagen. Was wäre denn überhaupt perfekt in einer Beziehung zwischen zwei Menschen? Das könnte man weder pauschal noch individuell beantworten, weil jeder Mensch etwas anderes braucht, um sich geliebt zu fühlen – und das kann noch dazu jeden Tag anders sein. Und wenn wir uns noch so gut zu kennen glauben, werden wir nie hundertprozentig wissen, was das genau ist. Menschen haben und machen Fehler im Zusammenleben mit anderen Menschen. Wir können nur versuchen, wir selbst zu sein und unseren Werten entsprechend zu leben, damit wir die Beziehungen führen können, von denen wir träumen. Das ist schon schwer genug, da braucht man sich doch mit Perfektionsgedanken nicht auch noch zu belasten.

STANDARD: Wäre also ein Selfcare-Tipp, dass man sich von Social Media verabschiedet?

Gaigg: Für jemanden, der durch die Onlineblase unter Druck gerät, vielleicht schon. Social Media hat aber auch Vorteile, um die es dann wieder schade wäre. Gerade in Zeiten wie diesen fühlt man sich über das Internet wenigstens noch ein bisschen mit der Außenwelt verbunden und hat das Gefühl, etwas mitzubekommen vom "Leben da draußen". Es bietet die Möglichkeit für Austausch und Information, Anschluss an Gleichgesinnte und unterstützende Maßnahmen nach Bedarf. Deshalb finden wir es nicht generell schlecht. Und die Sache mit dem Druck, den es erzeugen kann, liegt ja zum größten Teil auch an der eigenen Sichtweise. Mit einem realistischen Blick aufs Ganze macht es ohnehin keinen Sinn, sich mit anderen zu vergleichen. Denn da wird man immer etwas oder jemanden finden, der zumindest vermeintlich besser, schöner, reicher, glücklicher oder sonst was ist als man selbst.

STANDARD: Ich bin selbst Mutter, und das Problem ist: Kaum mache ich etwas nur für mich, etwa einmal ein Wochenende wegfahren, ganz alleine, verfolgt mich das schlechte Gewissen, weil das Kind vielleicht beim Abschied weint, weil es mich eventuell gebraucht hätte, weil es doch noch zu klein ist. Mir fällt immer etwas ein, das mich dann verfolgt. Selfcare ist dann nur in der Theorie super, denn hinterher habe ich wenig gewonnen ... Was kann ich dagegen tun?

Syllaba: Wenn Sie sich bewusst vor Augen führen, was Ihre Selbstfürsorge Ihnen, Ihrem Kind, der ganzen Familie bringt, wird es leichter. Mit dem schlechten Gewissen dienen Sie niemandem, Sie versauen sich nur selbst das Wochenende. Also hören Sie auf damit und genießen Sie es lieber. Das ist sehr wohl eine Entscheidung, eine Kopfsache. Natürlich kann der Moment des Abschiednehmens schwierig sein für ein Kind, doch wenn es sich Ihrer Liebe sicher ist und weiß, dass Sie verlässlich zurückkommen, wird es damit klarkommen. Vorausgesetzt, es wird in guter Obhut zurückgelassen, das ist klar. Je ruhiger und klarer Sie sind, umso besser geht das. Der Gewinn ist eine entspannte Mutter, die gut gelaunt zurückkommt und ihre Batterien wieder gut aufgeladen hat. Wir plädieren zusätzlich für ganz viel Selfcare im Alltag, also wirklich jeden Tag und zu Hause, damit die Tanks praktisch nie richtig leer werden.

STANDARD: Dürfen Mütter auch schon bei Babys als Erstes auf sich selbst schauen?

Syllaba: Das müssen sie sogar! Im ersten Lebensjahr empfehle ich Müttern, so gut auf sich selbst zu schauen, als wären sie noch immer schwanger. Mutter und Baby leben in einer absoluten Symbiose – sie sind sozusagen wie eine Person. Also müssen sich Mütter genauso genauso liebevoll und fürsorglich pflegen wie ihren Säugling.

STANDARD: Was macht das mit Kindern, wenn Mama oder Papa plötzlich mehr für sich selbst sorgen? Wenn sie dafür sorgen, dass es ihnen gut geht?

Gaigg: Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Es entlastet sie enorm. Sie werden frei davon, sich zu sorgen, und eventuell sogar frei davon, sich verantwortlich zu fühlen für die eigenen Eltern. Sie können auch damit aufhören, Symptome zu zeigen, die auf Missstände in der Familie hinweisen. Und sie bekommen eine Vorlage dafür, wie erwachsene Menschen verantwortungsvoll mit sich selbst und ihrer Familie umgehen.

Syllaba: Natürlich können Veränderungen von langjährig eingefahrenen Mustern gewisse Turbulenzen mit sich bringen. Irritationen dürfen vorerst sein, das muss man aushalten und darauf vertrauen, dass sich nach einiger Zeit die Wogen wieder glätten und neue Verhaltensweisen etablieren. Nur Mut.

STANDARD: Was wären das denn für Symptome, die Kinder zeigen, um auf Missstände hinzuweisen?

Syllaba: Hyperaktivität kann ebenso wie auffällige Langsamkeit als Symptom dafür verstanden werden. Damit soll etwa die Mutter oder der Vater darauf hingewiesen werden, etwas langsamer zu machen. Kinder spiegeln klassisch, manchmal aber auch spiegelverkehrt, was bei uns Erwachsenen los ist. Wenn man recht involviert ist, kann man das allerdings nicht als Hinweis wahrnehmen und verstehen, sondern eher als Provokation. Dann wird es problematisch.

STANDARD: Wenn eine Mama oder ein Papa gleich heute mit Selfcare starten will, was könnte man dann prompt anders machen?

Syllaba: Ein Vorschlag wäre, einmal innezuhalten und zu prüfen, wie es einem jetzt gerade in diesem Moment eigentlich geht: Was spüren Sie körperlich? Was fühlen Sie emotional? Was beschäftigt Sie in Ihrem Kopf? Was brauchen Sie jetzt gerade? Und wie können Sie es bekommen?

Gaigg: Drosseln Sie ein wenig das Tempo: beim Atmen, beim Gehen, beim Sprechen, beim Duschen – bei eigentlich allem. Mal ein wenig ruhiger angehen, was zu tun ist. Das macht nur wenige Sekunden Unterschied und fühlt sich gleich ganz anders an. Man kann sich auch ein Plakat malen – gerne auch mit den Kindern gemeinsam –, auf dem steht: "Das Beste, das ich für meine Familie tun kann, ist, gut für mich zu sorgen." Das hängst du dann zu Hause auf, damit es im Alltag erinnert.

Syllaba: Und natürlich könnte man sofort losstarten und sich unser neues Buch holen, um mit dessen Unterstützung wirklich jeden Tag den Fokus neu auszurichten – zum Wohle aller Familienmitglieder. (Nadja Kupsa, 27.2.2021)

Daniela Gaigg, Linda Syllaba
Selfcare für Mamas

Geht's dir gut, geht's deinem Kind gut
Das etwas andere Erziehungsbuch ist ab 10. März im Handel, Vorbestellung hier möglich

Foto: Beltz