Das Hütterl im Grazer Augarten wurde neu übernommen. Vorläufig hat man in alter Form eröffnet.

Foto: beigestellt
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Heinz Reitbauer, Chefkoch und Inhaber der Restaurants Steirereck im Stadtpark und Steirereck am Pogusch, denkt immer schon anders oder zumindest schneller als die anderen.

Die Landwirtschaft, die dem Wirtshaus am Pogusch in der Steiermark angehört, baut der Gastronom mit seiner Gattin Birgit Reitbauer schon länger aus und um. Stets war "von der Baustelle" die Rede, dabei entstand neben dem Umbau am Pogusch ganz geheim ein kleine Überraschung in den Wipfeln der umliegenden Bäume.

Ab Mitte April können Gäste des Steirerecks am Pogusch in den umliegenden Bert-Baumhäusern übernachten.
Foto: Studio Precht/Steirereck

Bald, ab frühestens Mitte April, heißt es aus dem Steirereck, muss der Gast nach dem Essen nicht mehr die Reise ins Tal antreten. Er kann auch in einem der vier "Berts" schlafen. So heißen die vier Holzbauten, die sich in den Wipfeln der umliegenden Bäume um die Gastwirtschaft verstecken.

Ersonnen und in die Realität umgesetzt wurde Bert von den Architekten Fei und Chris Precht. Für den Bau musste übrigens nicht ein Baum gefällt werden. Ausgestattet sind die Höhlen, in denen der Mensch der Bär sein darf, mit handgefertigten Stücken aus der Region.

Mochi bekommt Lifting

Seit Montag wird in Wiens japanischstem Eckerl umgebaut, daher ist das Lokal auch für Take-away geschlossen. Das Mochi-Hauptquartier wird einem kleinen Lifting, sprich einer Renovierung, unterzogen. Verkündet hat das Mochi-Team die Schließung mit gleich zwei Trostpflastern im Ärmel: Das gute Essen der japanophilen Crew um Edi Dimant gibt es jetzt nämlich am Vorgartenmarkt, Stand Nummer 16, zum Abholen.

Das Mochi in der Praterstraße hat wegen Umbaus geschlossen. Dafür gibt es ein neues Mochi to Go am Vorgartenmarkt.

Und weil man schon am Bauen ist und ein Lokal gleich in der Nähe der Mochi-esken Praterstraße freigeworden ist, gesellt sich demnächst ein Kochstudio, sprich eine kulinarische Denkwerkstatt, zur Mochi-Lokalfamilie. Auf Japanisch heißt Werkstatt "Kobo". So wird auch das Studio heißen, in dem Koch und Inhaber Dimant an neuen Kreationen tüftelt und Freunde seiner Küche dreimal die Woche zum Kochkurs einlädt.

Augarten in Graz wird Frankowitsch-Park

Schon 2019 stand die rustikale Holzhütte in der Mitte des Grazer Augartenparks, bis dato betrieben von Familie Scheucher, zum Verkauf. Jahrzehntelang hatten die Betreiber aus der kleinen Imbissluke Frankfurter Würstl, Cola und Co verkauft. Die Durchreiche hat Neuinhaber Stefan Heissenberger nun am letzten Februar-Wochenende spontan in alter Form eröffnet.

Frankowitsch war vor Corona ob der Besucherfülle die Anti-Abstands-Lokalität der Stadt. Jetzt gibt es neue Öffnungszeiten und sogar schon einen Instagram-Account für die neue Location im Augarten.

Wahrscheinlich angesichts der tausenden getränkelos herumsitzenden Sonnenanbeter und eislos herumlaufenden Kinder im Park. Denn dass Heissenberger, der Betreiber der Grazer Brötchen-Institution Frankowitsch in der Stempfergasse, das Hütterl übernehmen wird, steht seit Ende 2020 fest. Jetzt, wo die warme Jahreszeit anbricht, wird sich zeigen, wie der Delikatessenhändler gedenkt, den am Fluss gelegenen Augartenpark kulinarisch zu bespielen. Dass er es tun wird, ist für in Graz Wohnende jedenfalls erfreulich.

Brote zum Mitnehmen von Frankowitsch.
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(niw, 1.3.2021)