Die begehrten Spielkonsolen sind überall ausverkauft.

Foto: Microsoft/via Reuters

Mehr als drei Monate ist es mittlerweile her, dass Microsoft und Sony die neueste Generation der Gaming-Konsolen eingeläutet haben. Noch immer sind sowohl die Playstation 5 als auch die Xbox Series X fast überall ausverkauft. Haben Händler dennoch kleine Kontingente zur Verfügung, kommen oft Scalper den Gamern zuvor, um die Geräte dann teurer weiterzuverkaufen. Nun scheint auch der erste offizielle Händler einen Preisaufschlag zu verlangen. Laut einem "Play 3"-Bericht hat der Elektronikhändler Expert am Montag die Xbox Series X nämlich um 599 Euro anstatt der üblichen 499 Euro angeboten.

Da damit nur die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers überschritten wurde, ist der Aufschlag von 100 Euro rechtlich unbedenklich, wirft jedoch die Frage auf, ob weitere Händler dem Beispiel folgen werden. Andererseits könnte es sich beim höheren Preis auch um eine versuchte Schutzmaßnahme vor Scalpern handeln, schreibt "Play 3". Kunden könnten demnach nach Bestellung den Aufpreis rückerstattet bekommen.

Derzeit keine System-Seller

Wann sich die Liefersituation der heißbegehrten Konsolen entspannen wird, ist noch gänzlich unklar. Erst kürzlich kündigte Sony an, dass die Produktion und somit auch die Verfügbarkeit erst im zweiten Halbjahr signifikant erhöht werden könne. Auf Plattformen wie Ebay und Willhaben müssen ungeduldige Fans unterdessen hohe Aufpreise hinnehmen. Angesichts der dünnen Auswahl an Next-Gen-Games dürfte es für leer ausgegangene Fans jedoch durchaus eine Option sein, erst in ein paar Monaten zuzuschlagen. Wirkliche System-Seller haben derzeit weder Sony noch Microsoft. (red, 1.3.2021)