Helfer versuchen eine Schildkröte zu retten. Aufgepäppelt werden die Tiere dann mit Mayonnaise.

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Freiwillige säubern den HaBonim-Strand bei Haifa.

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Auch das Militär hilft mit: Einsatzbesprechung vor der Strandreinigung.

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Tel Aviv – Die israelische Regierung wirft dem Iran vor, "Umweltterrorismus" zu betreiben. Die Mitte Februar an Mittelmeerstränden aufgetretenen Ölverschmutzungen seien auf den unter der Flagge Panamas fahrenden Tanker Emerald zurückzuführen, erklärte Umweltministerin Gila Gamliel.

Das Schiff, das einer libyschen Firma gehört, sei aus dem Suezkanal gekommen und habe seine Transponder ausgeschaltet, bevor es in israelische Gewässer einfuhr, sagte sie bei einer Pressekonferenz am Mittwoch. Die Ladung sei dann in Syrien gelöscht worden, mittlerweile befinde sich das Schiff wieder im Iran.

Strände gesperrt

Die Ölpest betrifft über 90 Prozent der israelischen Küste, bisher wurden etwa tausend Tonnen schwarzer Teer und zahlreiche tote Tiere angespült. Die Strände sind seither gesperrt, Fischer dürfen ihren Fang nicht mehr verkaufen.

Israelische Experten sprechen von der schlimmsten Umweltkatastrophe in Israel seit langem. Die Säuberungsarbeiten an den Stränden könnten noch Jahre dauern.

Zunächst hatte das israelische Umweltministerium ein griechisches Schiff als Verursacher in Verdacht. Nachdem die Minerva Helen im Hafen von Piräus am Samstag von israelischen Experten unangekündigt inspiziert wurde, konnte dies aber ausgeschlossen werden. (red, APA, 3.3.2021)