Foto: Reuters/Brendan McDermid

Electronic Arts, Verleger des beliebten Fußballspiels "Fifa", hat einen Spieler wegen rassistischer Angriffe auf einen ehemaligen Fußballspieler lebenslang gesperrt. Nachdem der irische Teenager ein Spiel mit der In-Game-Version des ehemaligen britischen Fußballstars Ian Wright verloren hatte, schickte er ebendiesem 20 beleidigende rassistische Nachrichten auf Instagram. Vor Gericht bekannte sich der der 18-Jährige schuldig, wurde aber freigesprochen, da er Reue zeige, berichtet "Engadget".

Keine Rache, sondern Konsequenzen

"Wenn ich dieses Urteil sehe, kann ich mich nur fragen, welche Abschreckungen es für jeden anderen gibt, der diese Art von abscheulichen rassistischen Beschimpfungen ausstößt", schreibt Wright hingegen in Reaktion auf den Freispruch auf Twitter. Es sei ihm nie um Rache gegangen, sondern um Konsequenzen für rassistische Taten. "Jemand wünscht mir den Tod wegen meiner Hautfarbe. Die Behauptungen eines Richters über 'Naivität' oder 'Unreife' werden für uns niemals akzeptabel sein", fährt er fort.

Tatsächlich scheint die einzig bleibende Konsequenz die lebenslange Sperre für alle EA-Spiele zu sein. In einem Statement gegenüber "Eurogamer" äußerte sich der Publisher folgendermaßen: "Wir schätzen [Wrights] Partnerschaft und Unterstützung sehr, und wir möchten auch, dass er weiß, dass er unsere Unterstützung hat." Das Verhalten des Spielers sei in jeder Hinsicht inakzeptabel gewesen und werde nicht toleriert. (red, 4.3.2021)