In dem afrikanischen Land kommt es seit Jahren vermehrt zu Angriffen und Entführungen. Die Banden haben vornehmlich finanzielle Motive.

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Kano – Bei einem Überfall bewaffneter Angreifer sind in Nigeria 16 Menschen getötet und neun verletzt worden. "Die Bewaffneten kamen auf Motorrädern und eröffneten das Feuer", sagte eine Bewohnerin des betroffenen Dorfes im Bundesstaat Sokoto im Nordwesten des afrikanischen Landes am Freitag. "Wir haben 16 Tote begraben." Die Polizei meldete einen Angriff in der Region, ohne weitere Informationen zu nennen.

Ein Abgeordneter aus der Region bestätigte den Angriff und gab an, die Angreifer hätten "mehr als einhundert Kühe" mitgenommen. Die Verletzten würden in einem Krankenhaus behandelt. Die Banditen seien aus dem benachbarten Bundesstaat Zamfara gekommen.

Seit Jahren mehren sich die Angriffe krimineller Banden im Norden und im Zentrum Nigerias. Die in Nigeria als "Banditen" bezeichneten Gangs entführen Menschen, um Lösegeld zu erpressen, und sind für Plünderungen und Vergewaltigungen verantwortlich. Die Banden handeln vornehmlich aus finanziellen Motiven und haben keine bekannten ideologischen Ausrichtungen. Es gibt jedoch wachsende Bedenken, dass sie mit Dschihadisten aus dem Nordosten kooperieren könnten. (APA, 6.3.2021)