Microsoft-Kunden auf der Suche nach Sicherheitslücken.

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Nach dem Hackerangriff auf E-Mail-Server-Software von Microsoft hat die US-Regierung Netzwerkadministratoren zu zusätzlichen Schutzmaßnahmen aufgefordert. Bei bereits infizierten Exchange-Servern reiche es nicht aus, nur die Microsoft-Reparatursoftware – den Patch – der vergangenen Woche aufzuspielen, sagte ein Vertreter des Präsidialamts am Sonntag. "Es handelt sich um eine aktive Bedrohung, die sich noch weiterentwickelt, und wir fordern die Netzwerkbetreiber dringend auf, sie sehr ernst zu nehmen." Die Administratoren sollten weitere Schritte unternehmen, um festzustellen, ob ein Angriff erfolgt sei. Ein Sprecher des Softwarekonzerns sagte, man arbeite mit der Regierung zusammen, um den Kunden zu helfen.

Vorgeschichte

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte von einem Insider erfahren, dass mehr als 20.000 Organisationen von dem Angriff betroffen sein sollen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erklärte vergangene Woche, in Deutschland seien vermutlich Zehntausende Exchange-Server über das Internet angreifbar "und mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits mit Schadsoftware infiziert". Microsoft hat China für den Angriff verantwortlich gemacht. Die Regierung in Peking weist dies zurück. (Reuters, 8.3.2021)