Die Tesla-Werke in Freemont nahmen die Produktion frühzeitig auf. Daraus resultieren hunderte Covid-Infektionen.

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Die Wiedereröffnung der Tesla-Produktionsstätte in Freemont im Mai 2020 scheint zahlreiche Covid-19-Infektionen hervorgerufen zu haben. Das zeigen Unterlagen, die kürzlich in der "Washington Post" veröffentlicht wurden.

Als im März 2020 Firmen im US-Bundesstaat Kalifornien die Arbeit niederlegen mussten, um die Verbreitung des Coronavirus zu verhindern, war Tesla-CEO Elon Musk alles andere als glücklich. Er machte sich über die Gesundheitsbehörden lustig und bezeichnete das Vorgehen laut der Techwebsite "Golem" als faschistisch. Trotz der Anordnungen nahm Tesla bereits Mitte Mai wieder die Produktion auf. Daraufhin entstand ein Streit mit den zuständigen Behörden. Man einigte sich jedoch darauf, dass Tesla die Produktion unter Auflagen wieder starten dürfe. Neben der Einhaltung erhöhter Sicherheitsvorkehrungen für die Arbeiter müssen positive Fälle an die Behörden gemeldet werden.

450 Fälle seit Mai

Jetzt zeigt ein Dokument der kalifornischen Gesundheitsbehörden, dass seit der Öffnung insgesamt 450 Infektionen gemeldet wurden. Waren es im Mai noch zehn Fälle, stieg die Zahl kontinuierlich weiter. Im Dezember waren 125 Personen gleichzeitig betroffen. In der Fabrik in Freemont sind 10.000 Personen beschäftigt, ob es auch schwere Verläufe zu beklagen gab, ist laut "Washington Post" nicht bekannt. (red, 15.3.2021)