Der U-Bahn-Umbau ist im Jänner gestartet. Die Station Rathaus wird zum neuen U2/U5-Drehkreuz.

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Seit Jahresbeginn wird bereits gebaut, ab Ende Mai wird es dann auch für viele Wiener Öffi-Nutzer so richtig greifbar: Der Ausbau des U-Bahn-Netzes im innerstädtischen Bereich schreitet voran. Ab 28. Mai wird die U2 bis in den Herbst 2023 nicht mehr zwischen Karlsplatz und Schottentor fahren.

Am Wochenende vor der Umstellung fährt die U2 zwischen 28. Mai und 30. Mai nur zwischen Seestadt und Praterstern. Die mehrjährige Sperre ab 31.5. betrifft dann "nur" den Abschnitt von Schottentor bis Karlsplatz.
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Die U2 braucht beim Schottentor einen neuen Streckentunnel, um die künftige U5 zwischen Karlsplatz und Frankhplatz (ab 2026) und die geänderte und erweiterte Streckenführung der U2 zu ermöglichen, die ab 2028 von Seestadt kommend beim Rathaus abzweigen und bis zum Matzleinsdorfer Platz fahren soll.

Ab 2028 soll die U2 beim neuen Drehkreuz Rathaus abzweigen, die U3 bei der Neubaugasse sowie die U4 bei der Pilgramgasse schneiden und bis zum Matzleinsdorfer Platz fahren.
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Während der mehr als zweijährigen U2-Sperre wird es zum Ersatz eine neue Straßenbahnlinie U2Z geben, die am Ring zwischen Karlsplatz und Schottenring fährt. Da bereits jetzt die Linien D, 1, 2 und 71 diesen Ringabschnitt befahren, könne man dort mit der U2Z künftig ein Intervall der Ring-Bims von einer Minute in den Hauptzeiten erreichen, sagte Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer bei einer Pressekonferenz am Montag. Außerdem soll das U1-Intervall geringfügig verdichtet werden.

Bahnsteigtüren und Glaswände

Der U2-Abschnitt zwischen Karlsplatz und Rathaus soll während der Umbauarbeiten ein "Update" erhalten. Sprich: Es wird bereits die technische Infrastruktur für den automatischen, fahrerlosen U-Bahn-Betrieb vorbereitet. In den Stationen Karlsplatz, Museumsquartier, Volkstheater und Rathaus werden in Summe 144 Bahnsteigtüren installiert und Glaswände mit insgesamt rund 16.000 Quadratmetern errichtet. Dadurch könne man auch Probleme durch Gegenstände vermeiden, die Passagieren mitunter auf die Gleise fallen – laut Steinbauer ist dies die Ursache für ein Drittel der Störungen bei U-Bahnen. (ta, 22.3.2021)