Foto: Kiepenheuer & Witsch

Vor wenigen Wochen ist es erschienen, und schnell wurde das neue Buch von Sophie Passmann zum Beststeller. Ihr Roman "Komplett Gänsehaut" befasst sich mit den deutschen Mittelschichts-Millennials. Wie sie konsumieren, wie sie wohnen und wie sie ihre Herkunft, das Vorstadthaus von Mama und Papa mit Klinkerfassade und Grillnachmittagen mit den Nachbarin*innen, in eine eigene, wenngleich etwas hippere Form von Spießigkeit übersetzen. All das beschreibt Passmann in ihrem Buch praktisch ohne Punkt und Komma, atemlos – ganz wie es Passmanns Biografie entspricht, in der sich auch Poetry-Slam findet.

Noch ein Coming-of-Age-Roman?

Nicht zuletzt deshalb ist bei der dritten Ausgabe von "Lesezeichen" am 2. April die Pionierin der österreichischen Poetry-Slam-Szene zu Gast: Mieze Medusa. Die Musikerin und Romanautorin (zuletzt ist von ihr "Du bist dran!" im Residenz-Verlag erschienen) wird mit Beate Hausbichler über Sophie Passmanns Roman "Komplett Gänsehaut" sprechen, es loben oder kritisieren. Brauchen wir wirklich noch einen Coming-of-Age-Roman der privilegierten Kinder des "alten weißen Mannes", über den Passmann bereits einen anderen Beststeller geschrieben hat? Und wenn ja: Warum? Lesen Sie mit! (red, 22.3.2021)