Taiwans Außenminister Joseph Wu sagte am Mittwoch, sein Land sei bereit, Krieg zu führen, wenn es dies müsse.

Foto: AP/Wu Taijing

Taipeh – Taiwans Regierung hat den Eintritt von chinesischen Kampfflugzeugen in seine Luftraumüberwachungszone gemeldet. Insgesamt seien 15 Luftfahrzeuge am Mittwoch in den Bereich eingedrungen, darunter zwölf Jets, teilte das Verteidigungsministerium in Taipeh mit. Zuvor hatte sich die Regierung in Taipeh angesichts einer wachsenden militärischen Präsenz Chinas fest entschlossen gezeigt, sich im Falle eines Angriffs bis zum Ende zur Wehr zu setzen.

Ein Regierungsvertreter das Parlament hatte zuvor bereits darüber unterrichtet, dass jüngst chinesische Drohnen in unweit der von Taiwan kontrollierten und von China beanspruchten Pratas-Inseln im Südchinesischen Meer gesichtet worden seien. In den von Taiwan ausgewiesenen Luftraum seien sie nicht eingedrungen. Sollte dies jedoch passieren, könnte Taiwan – wenn nötig – das Feuer eröffnen, so der Leiter des Rates für Maritime Angelegenheiten, Lee Chung-wei.

Angespannte Lage

Taiwans Außenminister Joseph Wu sagte, sein Land sei bereit, Krieg zu führen, wenn es dies müsse. "Und wenn wir uns bis zum letzten Tag verteidigen müssen, werden wir uns bis zum letzten Tag verteidigen." Taiwans Verteidigungsministerium wiederum kündigte ein achttägiges, computergestütztes Manöver an, bei dem noch in diesem Monat ein Angriff Chinas simuliert werden soll.

China beansprucht Taiwan als eigenes Territorium. Zu Beginn der Woche teilte die Volksrepublik mit, dass eine Flugzeugträgergruppe vor Taiwan Routineübungen abhalte. Wo sich die Kriegsschiffe derzeit genau aufhalten, ist nicht bekannt. Die USA, die Taiwans Regierung unter anderem militärisch unterstützen, haben einen Flugzeugträgerverband in das Südchinesische Meer entsandt. (APA, Reuters, 7.4.2021)