Nintendo fordert Schadenersatz in Höhe von 150.000 Dollar.

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Fast 90 Prozent aller gehackten Nintendo-Switch-Konsolen sollen auf die Hackergruppe Team Xecuter zurückzuführen sein. Deswegen reichte das japanische Unternehmen in der US-Stadt Seattle nun Klage gegen das Oberhaupt der Gruppe, Garry Bowser, ein. Denn mit einer von ihnen vertriebenen Kombination aus Hacking-Gadget und freigeschaltetem Betriebssystem können User der Kopierschutz der Spielekonsole umgehen, um auch Raubkopien spielen zu können.

Schadenersatz

Bowser wurde bereits vergangenen Oktober in den USA festgenommen, berichtet "Heise". Seitdem befindet sich der aus Kanada stammende Mann in Gewahrsam. Nintendo wirft ihm illegalen Handel und Urheberrechtsverletzungen vor. Das Unternehmen fordert deshalb Schadenersatz in Höhe von 150.000 Dollar. Zusätzlich sollen pro verkauftes Hacking-Kit nochmals 2.500 Dollar fällig werden. Der weitere Verkauf der sogenannten SX-Kits soll unterdessen verboten, bereits hergestellte Exemplare beschlagnahmt werden.

Entsprechende Hacks habe die Xecuter-Gruppe bereits 2013 verkauft, berichtet "Golem". Damals handelte es sich um Mods für den Handheld Nintendo 3DS. Ihr Vorgehen wird sogar in der Modding-Community kontrovers diskutiert, weil mit dem Vertrieb entsprechender Modifikationen Profit generiert werden soll. (red, 19.4.2021)