Präsident Miguel Díaz-Canel, links, und Ex-Präsident Raul Castro beim Maiaufmarsch im Jahr 2019.

ap

Havanna – Jetzt ist die Ära Castro also auch offiziell zu Ende. Zum Abschluss des Parteikongresses in der kubanischen Hauptstadt Havanna haben die mehr als 400 anwesenden Delegierten den bisherigen Staatspräsidenten Miguel Díaz-Canel auch zum Chef der kommunistischen Partei gewählt.

Der 60-Jährige löst in dieser Funktion den bisherigen Amtsinhaber Raúl Castro ab, der wiederum selbst vor rund 15 Jahren seinem mittlerweile verstorbenen Bruder Fidel nachfolgte. Insgesamt hatte die Familie Castro damit mehr als 60 Jahre lang seit der Revolution (1953-1959) die Geschicke des realsozialistischen Karibikstaates geführt.

Generationswechsel

Raúl Castro hatte in seiner Rede Freitagabend angekündigt, die Geschicke nun in die Hände einer "jüngeren Generation" legen zu wollen, und damit unter anderem Díaz-Canel gemeint. Gemeinsam mit Castro verließen auch der der 90-jährige José Ramón Machado Ventura und der 88-jährige Ramiro Valdés die Parteiführung.

Kuba ist bisher in medizinischer Hinsicht relativ gut durch die Pandemie gekommen, auch ein eigener Impfstoff ist in Entwicklung. Weil aber der wichtige Devisenbringer Tourismus fehlt, ist das Land in eine Wirtschaftskrise gestürzt. (mesc, 19.4.2021)