Der Sensorspezialist macht Rund 80 Prozent seines Umsatzes mit dem Smartphone-Geschäft

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Dem österreichischen Sensorspezialist AMS bricht einem Medienbericht zufolge das lukrative Geschäft mit Apple schneller weg als gedacht. In einer internen Veranstaltung sei AMS-Chef Alexander Everke danach gefragt worden, was an den Gerüchten dran sei, dass AMS für die nächste Generation von iPhones als Lieferant der Sensoren für die Gesichtserkennung ausgelistet worden sei, berichtet das "Manager Magazin" am Dienstag. Everke habe die Gerüchte weder bestätigt noch dementiert. Börsianer reagierten verschreckt. AMS wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

Unterhaltungselektronik

An der Börse in Zürich sackten die AMS-Aktien um zwölf Prozent ab. Der steirische Chiphersteller, der für mehr als vier Milliarden Euro den Münchner Lichtkonzern Osram übernommen hat, machte mit Apple bisher den größten Teil seines Geschäftes. Vom Osram-Kauf erhoffen sich die Österreicher allerdings zum "unangefochtenen Anbieter von optischen Lösungen" zu werden. Zudem will sich der Konzern unabhängiger vom Geschäft mit Sensoren für Unterhaltungselektronik und Smartphones machen, das derzeit auf einen Anteil von rund 80 Prozent kommt.

Unabhängigkeit

Apple will sich schon länger unabhängiger von einzelnen Lieferanten machen. Auch andere Unternehmen bekamen das zuletzt zu spüren: Dialog Semiconductor etwa hat sich vor allem als Entwickler von Chips für den iPhone-Hersteller Apple einen Namen gemacht. Allerdings übernahm der US-Computerriese einen Teil des Geschäfts mit iPhone-Chips 2019 selbst. Bis 2022 soll der Anteil von Apple am Dialog-Umsatz deshalb auf 35 bis 40 Prozent schrumpfen. (Reuters, 20.04.2021)