Myanmar kommt weiterhin nicht zur Ruhe.

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Die Militärregierung in Myanmar hat im Grenzgebiet zu Indien das Kriegsrecht ausgerufen. Zur Begründung hieß es am Freitag, in der Provinz Chin State trieben "bewaffnete Terroristen" ihr Unwesen. Am Mittwoch und Donnerstag war es in der Stadt Mindat zu Unruhen gekommen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Myanmars berichtete. Dabei seien rund 100 Menschen mit selbstgebauten Waffen gegen eine Polizeistation und eine Bank vorgegangen. Der Sprecher einer neuen Miliz namens Chinland-Verteidigungsmacht bekannte sich für die Gruppe zu den Aktionen. Die Militärjunta habe die ländlichen Gebiete nicht mehr unter Kontrolle, sagte er. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte die Angaben zunächst nicht überprüfen.

Journalist freigelassen

Wie mehrere Journalisten übereinstimmend berichteten, ließ das Regime in Myanmar nach einem Monat Haft einen japanischen Report frei. Dieser hatte zuvor über die Proteste im Land berichtet. Mitte April war er schließlich als erster ausländischer Journalist seit dem Putsch festgenommen und wegen unwahrer Nachrichten angeklagt worden.

Am 1. Februar hatte das Militär in Myanmar geputscht, die zivile Regierung abgesetzt und die bisherige De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi in Gewahrsam genommen. Sie steht wegen diverser Vorwürfe vor Gericht. Seit dem Putsch finden sich fast jeden Tag Menschen zu Massenprotesten zusammen. (APA, Reuters, 14.5.2021)