Freude.

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Nach einer sechsmonatigen Pandemieauszeit wurde am Mittwoch in Wien-Simmering das Comeback des Breitensports gefeiert. Für 15.000 Vereine mit ihren rund 2,1 Millionen Mitgliedern geht es wieder los – unter Einhaltung entsprechender Konzepte, wobei Sport Austria-Präsident Hans Niessl besonders würdigte, dass die freiwillig Tätigen durchgehalten und die Vereine am Leben erhalten haben.

Ein Danke ging aber auch an den zuständigen Minister Werner Kogler (Grüne) für die 80 Millionen, die als Unterstützung an den Breitensport gegangen sind, sowie die 35 Millionen Euro für die Profis. Die Öffnung sei jetzt ganz wichtig angesichts der physischen und psychischen Schäden durch den Lockdown. Kinder und Jugendliche könnten sich nun wieder bewegen und die hunderten Tonnen Übergewicht wieder wegbringen. "Ich hab mir gedacht, da bist Du auch gemeint", so Niessl zu dem Artikel über die während der Pandemie angesammelten Kilos.

Weitere Schritte

Nach dem ersten Schritt hofft der Sport Austria-Präsident aber bereits auf umfassendere Lockerungen im Zuschauerbereich (aktuell indoor max. 1.500, outdoor max. 3.000). Kogler kündigte entsprechende Vorarbeiten für weitere Öffnungsschritte an – "wenn es die Zahlen zulassen". Und diese fallen derzeit stärker als prognostiziert, wie sich der Vizekanzler freute.

Der Minister bedankte sich für das Durchhalten der Vereine und kündigte einen "Sport-Scheck" zur Mitgliederförderung an. Er sprach zudem von ernsthaften Bemühungen, der täglichen Bewegungseinheit für Kinder näher zu rücken. Und nicht zuletzt wären seit Jahresbeginn bereits 150 Millionen in den heimischen Sport geflossen.

Stadtrat Peter Hacker (SPÖ) würdigte neben der sportlichen auch die gesellschaftliche Bedeutung der Vereine. "Aber die Pandemie ist noch nicht zu Ende." Bis im Herbst 80 Prozent der Bevölkerung geimpft sind, müsse man die nächsten Wochen konzentriert bleiben. (APA, 19.5.2021)