Max Kruse ist "schon ein bisschen traurig. Das Thema ist leider zu allgegenwärtig."

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Die Feierlichkeiten nach dem Einzug in die Conference League sind für Stürmer Max Kruse vom deutschen Fußball-Bundesligisten Union Berlin von rassistischen Beleidigungen gegen seine Freundin überschattet worden. Das berichtete der 33-Jährige in einem Beitrag auf Instagram.

"Es gab einen Vorfall bei der Siegesfeier von unserem Balkon aus. Meine Freundin war dabei und wurde leider von einem unserer 'Fans' rassistisch beleidigt und mit Bier beworfen", sagte Kruse: "Leider konnte ich ihn nicht ausfindig machen."

Das habe er so bei Union noch nicht erlebt. "Hoffentlich werde ich das auch nie wieder so erleben. Trotzdem macht es mich schon ein bisschen traurig. Das Thema ist leider zu allgegenwärtig", sagte Kruse, der klarstellte: "Ich weiß, dass wir als Union keine Rassisten sind."

Der Klub reagierte am Montag bat um Mithilfe bei der Ermittlung des Täters. "Von diesen Idioten gibt es leider noch zu viele: Bleibt einfach weg und lasst uns in Ruhe", schrieb Union bei Twitter.

Die Berliner waren am letzten Spieltag durch einen späten 2:1 (0:1)-Sieg gegen RB Leipzig in die neue Conference League eingezogen. Kruse erzielte den entscheidenden Siegtreffer in der Nachspielzeit (90.+2). Im Anschluss hatte die Mannschaft vom Stadionbalkon aus mit rund 4000 Fans auf dem Parkplatz vor der Arena den Erfolg gefeiert.

"Was wir mit der Mannschaft und mit dem Etat geschafft haben, ist außergewöhnlich", sagte Kruse in seinem Instagram-Beitrag: "Das steht außer Frage. Die Freude darüber ist riesengroß." (sid, 24.5.2021)