US-Gesundheitsminister Xavier Becerra forderte eine erneute Untersuchung zu den Ursprüngen des Coronavirus.

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Genf/Washington – Die USA fordern eine weitere Überprüfung der Ursprünge des Coronavirus durch internationale Experten. Diesen müsse die Möglichkeit gegeben werden, die Quelle des Virus und die frühen Tage des Ausbruchs vollständig, transparent und wissenschaftlich fundiert unter die Lupe zu nehmen, erklärte US-Gesundheitsminister Xavier Becerra in eine Videobotschaft an die Jahrestagung der Weltgesundheitsorganisation WHO.

Berichte über früheren möglichen Laborunfall

Erst am Wochenende berichtete das "Wall Street Journal", dass die USA über Geheimdienstinformationen verfügen würden, wonach sich chinesische Labor-Mitarbeiter in Wuhan wenige Wochen vor Bekanntwerden des Krankheitsausbruchs in Spitalsbehandlung begeben hätten. Laut dem US-Medium handle es sich um drei Fälle, die sich im November 2019 ereignet hätten. China wies solche Anschuldigen bereits in der Vergangenheit mehrfach zurück.

Ein im März veröffentlichter gemeinsamer Bericht von WHO und chinesischen Wissenschaftern war zu dem Schluss gekommen, dass das Virus wohl von Fledermäusen über eine andere Tierart auf den Menschen übertragen wurde. Der Ausbruch aus einem Labor werde als äußerst unwahrscheinlich angesehen. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus hatte China in diesem Zusammenhang allerdings vorgeworfen, den internationalen Forschern, die sich im Jänner und Februar vier Wochen in und um Wuhan aufhielten, Daten vorenthalten zu haben. (APA, 25.5.2021)