Adi Hütter verzichtet auf eine Ausstiegsklausel.

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Mönchengladbach – Mit Ablöse, aber ohne Ausstiegsklausel ist der Transfer von Trainer Adi Hütter von Eintracht Frankfurt zu Borussia Mönchengladbach zustande gekommen. Eine Ausstiegsklausel für den 51-jährigen Vorarlberger sei laut Gladbachs Sportdirektor Max Eberl bei der bereits Mitte April bestätigten Verpflichtung "kein Thema" gewesen. "Ich hatte in unserem Gespräch erwähnt, dass ich es gerne ohne Ausstiegsklausel machen möchte, und das war für ihn okay", sagte Eberl.

Ablösesummen für Trainer sind aus Eberls Sicht aber eine normale Entwicklung. Der Trainer sei der wichtigste Mitarbeiter im sportlichen Bereich, erklärte er in einem Interview des Magazins "Kicker" (Montag-Ausgabe). "Warum sollte man ausgerechnet für ihn kein Geld bezahlen? Gute Trainer entscheiden, wie gut die Entwicklung deines Vereins ist", sagte Eberl. Der 47-Jährige ergänzte: "Ich gehe sogar so weit und sage: Eher verzichte ich auf einen Spieler und leiste mir dafür meinen Wunschtrainer."

Hütter übernimmt die Borussia-Mannschaft im Sommer und hat beim Traditionsclub vom Niederrhein einen Vertrag bis 2024 unterschrieben. Der Österreicher kommt von Eintracht Frankfurt, wo er eigentlich einen Kontrakt bis 2023 besaß. Der bisherige Gladbach-Coach Marco Rose wechselt vorzeitig zu Borussia Dortmund. Bei beiden Wechseln ist von Ablösesummen im einstelligen Millionenbereich die Rede. (APA/dpa, 31.5.2021)