Letztes Jahr musste der Kongress in letzter Minute abgesagt werden.

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Die Deutsche Telekom wird dieses Jahr nicht am Mobile World Congress (MWC) in Barcelona teilnehmen, teilte der Mobilfunker am Montag mit. Die Gesundheitsrisiken, die von der Pandemie ausgehen, seien für das Unternehmen weiterhin zu hoch. Der MWC soll nach aktuellem Stand vom 28. Juni bis zum 1. Juli stattfinden.

Samsung, Nokia

Mit ihrer Absage schloss sich die Deutsche Telekom führenden Unternehmen an, die sich ebenfalls vom Event zurückgezogen haben. "Zum jetzigen Zeitpunkt halten wir es nach wie vor nicht für vertretbar, dieses Risiko für eine große Zahl unserer Mitarbeiter einzugehen", so der Konzern in einer Stellungnahme gegenüber Reuters. Für den Veranstalter, den Branchenverband GSMA, sind die weiteren Ausfälle ein harter Schlag. Im vergangenen Jahr musste der Kongress in letzter Minute abgesagt werden, die diesjährige Veranstaltung wurde auf Ende Juni verschoben, um die Chancen eines physischen Events zu erhöhen.

Die Deutsche Telekom ist nach den Netzwerkausrüstern Nokia und Ericsson sowie dem Smartphone-Hersteller Samsung der erste große Netzbetreiber, der sich von dem diesjährigen Treffen zurückzieht. Die GSMA, die weltweit mehr als 750 Telekommunikationsbetreiber vertritt, sagte am 20. Mai, dass das größte jährliche Treffen der Branche wie geplant stattfinden könne, nachdem die spanischen Behörden ihren Gesundheits- und Sicherheitsplan genehmigt hätten.

Weitere Absagen kritisch

Die Lobbygruppe, die nach der Absage der 2020 Messe mehr als 40 Prozent ihrer Mitarbeiter entlassen hat, kann sich eine weitere Absage nicht leisten. In normalen Jahren zieht die Messe mehr als 100.000 Besucher an und gibt der lokalen Wirtschaft einen Schub.

Die Deutsche Telekom kündigte an, stattdessen eine Onlineveranstaltung zu organisieren, auf der sie ihre neuesten Technologien vorstellt. Die Veranstaltung Telekom Tech Grounds findet am 28. und 29. Juni statt. Orange, der führende französische Netzbetreiber, sagte, dass er immer noch plane, am Mobile World Congress teilzunehmen. (Reuters, red, 31.5.2021)