Die ersten Köche

Viele Nahrungsmittel wie Obst und Gemüse kann man zwar roh essen, dennoch kochen wir Menschen unser Essen. Und zwar schon sehr lange. Forscher vermuten, dass unsere Vorfahren bereits vor 1,9 Millionen Jahren angefangen haben zu kochen. Damals gab es den modernen Menschen, den Homo sapiens, noch nicht. Sein Vorfahre hieß Homo erectus, und er konnte als Erster Feuer machen. Damit konnte er auch seine Nahrung kochen. Aber warum essen wir gerne Gekochtes? Weil es besser schmeckt? Nicht nur! Wenn man Fleisch und Gemüse kocht, kann man es besser kauen und leichter verdauen. Das ist wichtig für Menschen, denn unser großes Gehirn braucht viel Energie. Würden wir alles roh essen, müssten wir sehr viel Nahrung zu uns nehmen, damit wir genügend Energie bekommen. Darum verbringen viele Tiere auch viel Zeit damit zu fressen. Denn ihre Nahrung ist nicht gekocht.

Schimpansen schmeckt gekochtes Gemüse besser.
Foto:Cecilia Fabiano/LaPresse via AP

Affen würden kochen

Auch manchen Tieren schmeckt gekochtes Essen. Forscher haben herausgefunden, dass Schimpansen lieber gekochtes Fleisch und Gemüse essen. Und nicht nur das: Sie könnten ihr Essen sogar selbst kochen! 2015 haben Wissenschafter ein Experiment mit Schimpansen gemacht. Sie haben eine Art Herd für Affen gebastelt. Die Affen konnten in eine Schachtel rohe Kartoffeln und Karotten hineinlegen. In der Schachtel war bereits vorher gekochtes Gemüse versteckt. Nachdem die Schachtel ein paar Mal geschüttelt wurde, bekamen die Affen dann die gekochten Speisen. Die Schimpansen konnten sich nun aussuchen, ob sie die Kartoffeln lieber roh essen oder in den "Herd" legen und danach gekochte Nahrung bekommen. Die meisten Affen entschieden sich für die gekochten Speisen aus dem Herd. In der Natur können Tiere allerdings nicht kochen, denn sie können nicht mit Feuer umgehen.

Österreicher verputzen durchschnittlich 3,3 Kilogramm Pizza pro Jahr.
Foto: Elizabeth Karmel via AP

Wer hat die Pizza erfunden?

Wenn man Leute nach ihrer Lieblingsspeise fragt, ist Pizza ganz bestimmt weit vorn dabei. Die meisten Pizza-Fans gibt es in den USA. Im Durchschnitt isst jeder US-Amerikaner 13 Kilogramm Pizza pro Jahr! In Italien sind es 7,6 kg, in Österreich werden pro Kopf im Jahr durchschnittlich 3,3 kg verputzt. Aber woher kommt Pizza eigentlich? Der Legende nach soll sie ein italienischer Bäcker im Jahr 1889 für König Umberto I. und dessen Frau Margherita erfunden haben. Tatsächlich gibt es Pizza aber schon länger. Im antiken Griechenland wurden belegte Fladenbrote namens Pita gebacken. Die Pizza wie wir sie heute kennen kommt tatsächlich aus Italien – sie wurde aber schon vor König Umbertos Bestellung gebacken. Besonders berühmt ist die Pizza aus Neapel. Die Pizzabackkunst der neapolitanischen Pizzabäcker, Pizzaioli genannt, ist sogar von der Unesco als Weltkulturerbe anerkannt. (Birgit Riegler, 2.6.2021)