Elon Musk scheint sich mit Anonymous keine Freunde gemacht zu haben. Das Kollektiv wartet bis dato noch immer auf einen Wink des "Technokings".

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Anonymous nimmt Elon Musk mit einem Youtube-Video ins Visier. Die Internetaktivisten werfen dem Tesla-Chef vor, die Kryptowährungskurse zu manipulieren und seine Macht zu missbrauchen.

Spielchen mit den Kryptomärkten

In dem Youtube-Video heißt es, Musk habe mit den "Spielchen mit den Kryptomärkten" Leben zerstört. Er wird darin als "narzisstischer, reicher Kerl" bezeichnet, der verzweifelt nach Aufmerksamkeit suche. Doch das sorgfältig geschaffene öffentliche Image werde jetzt entlarvt.

In der Vergangenheit sorgten die Tweets von Musk unter anderem bei Bitcoin und Dogecoin für rasante Kursschwankungen. Außerdem entschied sich Tesla kurzfristig, Bitcoin als offizielles Währungsmittel zu akzeptieren, um nur kurze Zeit später die Möglichkeit wieder zu streichen. Tesla begründete dies mit dem steigenden Verbrauch fossiler Energieträger wie Kohle für die Energieerzeugung bei der Generierung neuer Bitcoins bei der Validierung von Transaktionen, dem sogenannten Mining. Viele Beobachter waren jedoch verwundert, weil es sich um ein altbekanntes Problem handelt, wie Anonymous feststellt.

Anonymous

Durch die Tweets und Äußerungen litt der Kryptomarkt unter großen Schwankungen. Außerdem lebe Musk einen "Überlegenheits- und Retterkomplex" aus, anstatt sich wirklich um das Wohl der Menschheit zu kümmern. Die Mitarbeiter in seinen Fabriken, die unter Musks Leitung seit Jahren mit unerträglichen Arbeitsbedingungen konfrontiert seien, wüssten das schon länger. Darüber hinaus erwähnt Anonymous Kinder, die in Lithium-Minen in Afrika und Südamerika Rohstoffe für die Batterien der Tesla-Fahrzeuge schürfen würden.

Antwort erwartet

Nach den Angriffen auf Musk erwarten sich die Internetaktivisten eine Antwort, jedoch blieb diese bisher aus. Auffällig ist auch, dass andere Anonymous-Social-Media-Accounts darauf hingewiesen haben, dass das neue Video nichts mit dem Kollektiv zu tun hätte. (red, 7.6.2021)