Novak Djokovic zieht weiter. Nach zwei Sätzen schaltete er zwei Gänge höher.

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Mit 17 Jahren im Viertelfinale: Cori Gauff.

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Paris – Novak Djokovic hat den Angriff von Lorenzo Musetti mit nur mit großem Kraftaufwand abgewehrt. Der 34-jährige Weltranglistenerste aus Serbien schlug den 19 Jahre alten Italiener im Achtelfinale der French Open noch nach einem 0:2-Satzrückstand. Beim Stand von 6:7 (7:9), 6:7 (2:7), 6:1, 6:0, 4:0 aus Djokovics Sicht gab Musetti verletzt auf.

Djokovic zog zum 49. Mal in die Runde der letzten Acht bei einem Grand-Slam-Turnier ein. In den ersten beiden Sätzen hatte er sich überraschend viele einfach Fehler geleistet, und Musetti, für den es das erste Major war, packte mit starkem Tennis zu. Doch als es zählte, schaltete der Titelanwärter einen Gang hoch und spielte seine Erfahrung gegen den zunehmend ausgepowerten Außenseiter aus.

Djokovics nächster Gegner ist mit Matteo Berrettini erneut ein Italiener. Berrettini war nach dem Rückzug von Roger Federer kampflos ins Viertelfinale eingezogen.

Djokovic peilt in Paris seinen zweiten Titelgewinn nach 2016 und seinen 19 Grand-Slam-Triumph an. Er will zu den Rekordsiegern Rafael Nadal und Federer aufschließen, die jeweils 20 Grand-Slam-Turniere gewonnen haben.

Bereits zuvor hatte der als Nummer 10 gereihte Diego Schwartzman seinen Lauf fortgesetzt: Der Argentinier blieb auch in seinem vierten Match in Paris ohne Satzverlust und bezwang den Deutschen Jan-Lennard Struff mit 7:6 (9), 6:4, 7:5. Struff vergab allerdings im ersten Durchgang sieben Satzbälle. Schwartzman bekommt es im Viertelfinale mit Rafael Nadal zu tun, der dem Italiener Jannick Sinner keine Chance ließ, Endstand 7:5,6:3,6:0

Die 17-jährige Cori Gauff steht ebenfalls im Viertelfinale. Die US-Amerikanerin gewann gegen Ons Jabeur aus Tunesien überraschend deutlich mit 6:3, 6:1 und überstand damit erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier das Achtelfinale. Sie ist die jüngste Viertelfinalistin bei einem Grand-Slam-Turnier seit der Tschechin Nicole Vaidisova in Paris 2006.

Im Kampf um den Halbfinal-Einzug bekommt es Gauff nun mit der Tschechin Barbora Krejcikova zu tun, die gegen Gauffs Landsfrau Sloane Stephens mit 6:2, 6:0 gewann.

Für die nächste Überraschung im Frauenbewerb sorgte die als Nummer 17 gesetzte Griechin Maria Sakkari. Sie fegte die Mitfavoritin und Vorjahresfinalistin Sofia Kenin und damit die Nummer 4 des Turniers mit 6:1, 6:3 in 68 Minuten vom Court. Sakkari steht erstmals überhaupt im Viertelfinale eines Major-Turniers.

Sie trifft nun auf die letzte noch verbliebene Top-Ten-Spielerin im Bewerb: Iga Swiatek ist Titelverteidigerin und bezwang Marta Kostjuk souverän mit 6:3,6:4. (APA, 7.6.2021)