Rund 550 zusätzliche Masten müssten gebaut werden, um die Lücken zu beseitigen, heißt es in dem Bericht.

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Den deutschen Mobilfunkbetreibern drohen laut einem Medienbericht empfindliche Bußgelder, weil sie immer noch keine reibungslose Versorgung mit schnellem Internet im Zug und entlang der Autobahnen zur Verfügung stellen. Solche Schritte würden nun geprüft, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf einen Bericht der Bundesnetzagentur an ihren politischen Beirat.

Nachdem auch eine von der Netzagentur gesetzte Nachfrist zur Beseitigung der Funklöcher bis Ende vorigen Jahres lange abgelaufen sei, solle nun im Rahmen einer Gesamtbewertung geklärt werden, "ob mögliche Rechtsfolgemaßnahmen gegen die Mobilfunknetzbetreiber einzuleiten sind", heißt es demnach in dem Text.

Versorgungsauflagen

Hintergrund sind laut "FAZ" LTE-Versorgungsauflagen aus der Mobilfunkauktion von 2015. Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland hätten diese eigentlich schon bis Ende 2019 erfüllen müssen. An den Hauptverkehrswegen fehlten aber immer noch zahlreiche Funkstationen.

Rund 550 zusätzliche Masten müssten gebaut werden, um die Lücken zu beseitigen, heißt es in dem Bericht. Alternativ müssten die Unternehmen nachweisen können, dass sie die Verzögerungen nicht zu vertreten haben. Daran habe die Netzagentur aber Zweifel, hieß es. Nur für zwanzig Standorte hätten bisherige Prüfungen ergeben, dass der Bau von Masten dort "tatsächlich oder rechtlich" nicht möglich sei. (APA, 7.6.2021)