Auch in Neuseeland stellten die Behörden in großen Mengen Bargeld sicher.

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Internationale Ermittler haben nach Angaben von Europol bei einem Einsatz gegen das organisierte Verbrechen mehr als 800 Verdächtige in über 100 Ländern festgenommen. Es sei eine der bisher größten Polizeioperationen gewesen, teilte Europol am Dienstag mit. Mehr als 700 Häuser seien durchsucht worden, Tonnen an Drogen beschlagnahmt und große Mengen Bargeld, Juwelen und Waffen sichergestellt worden. Auch in Österreich gab es Festnahmen.

27 Millionen Nachrichten ausgewertet

Über 18 Monate lang hatten die Ermittler Telefongespräche und andere Kommunikationswege der Banden abgehört. Mehr als 27 Millionen Nachrichten seien gefiltert worden. Der Schlag war gelungen, da Undercover-Beamte präparierte Telefone in mehr als 300 Banden eingeschleust hatten, auch bei Mafiabanden in Italien, Motorradgangs und internationalen Drogensyndikaten. Die Telefone, die angeblich verschlüsselt sein sollten, waren nach Europol-Angaben mit einem Telekomnetzwerk verbunden, das vom FBI eingerichtet worden war.

"Das war einer der größten und ausgeklügeltsten Einsätze überhaupt", sagte der stellvertretende Europol-Direktor Jean-Philippe Lecouffe. Die Operation "Trojan Shield" stand unter Leitung des FBI, der US-Drogenbehörde FDA sowie der Polizei von Schweden und den Niederlanden und war von Europol koordiniert worden. Ermittler in 16 Ländern seien beteiligt gewesen, auch in Österreich.

Hierzulande gab es in mehreren Bundesländern Hausdurchsuchungen, bestätigte die Sprecherin des Bundeskriminalamts, Silvia Kahn. Auch Festnahmen soll es gegeben haben. Aus kriminaltaktischen Gründen wollten die Behörden am Dienstag aber keine Details kommunizieren. Sie verwiesen auf eine für Mittwoch geplante Pressekonferenz (Reuters, red, 8.6.2021)