Teamviewer arbeitet zukünftig mit SAP zusammen.

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Der deutsche Softwareanbieter Teamviewer erschließt sich durch eine Partnerschaft mit dem deutschen Software-Konzern SAP viele potenzielle Kunden. Die Kooperation umfasse zum einen die technische Integration von Teamviewer Frontline in das SAP-Angebot für sogenanntes Asset- und Service-Management, teilte Teamviewer am Montag in Göppingen mit. Dabei geht es um die digitale Pflege und Verwaltung von Anlagen.

Aktie legt zu

Zum anderen werde Teamviewer in das SAP-Partnerprogramm aufgenommen und es seien gemeinsame Vermarktungsaktivitäten geplant. Vor allem für den Spezialisten für Computer-Fernzugriff und -wartung, Teamviewer, sehen Analysten den Schritt positiv. Für diesen sei dies "eine attraktive Einstiegschance in die große SAP-Enterprise-Welt", wo viele ihrer potenziellen Kunden bereits Kunden sind, wie etwa Commerzbank-Analyst Florian Treisch sagte. Die Aktie von Teamviewer legte nach der Bekanntgabe der Zusammenarbeit mit SAP um mehr als sechs Prozent zu.

Einer der ersten gemeinsamen Anwendungsfälle werde die AR-basierte Unterstützung von Wartungs- und Reparaturprozessen bei SAP-Kunden in den Bereichen Maschinenbau und Komponentenfertigung sein, hieß es weiter. AR steht für Augmented Reality und bedeutet übersetzt "erweiterte Realität". Mit der Teamviewer-Plattform Frontline und der speziellen AR-basierten Remote-Assistance-Lösung könnten Experten aus der Ferne die Mitarbeiter vor Ort in Echtzeit durch komplexe Prozesse führen.

Digitalisierung beschleunigen

"AR-basierte Prozesse können die Produktivität deutlich erhöhen, Bedienungsfehler und Maschinenausfälle vermeiden und damit die Kosten senken", sagte SAP-Manager Stefan Krauss. Gemeinsam könnten SAP und Teamviewer die Digitalisierung in der Fertigungsindustrie weiter beschleunigen. (APA, 14.06.2021)