Gegen den früheren Manager wird wegen Verdachts auf Untreue ermittelt.

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Klagenfurt – Nachdem die Kärntner Beteiligungsverwaltung (KBV) Anzeige gegen einen ehemaligen Geschäftsführer der Land Kärnten Beteiligungen GmbH (LKBG) erstattet hat, sind nun Ermittlungen gegen ihn eingeleitet worden. Tina Frimmel-Hesse, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, bestätigte am Dienstag auf APA-Anfrage eine Aussendung des Team Kärnten, dass ein Ermittlungsverfahren wegen Untreue geführt wird.

Nutzen oder Mehrwert "nicht ersichtlich"

Dem Ex-Manager werden hohe Ausgaben für Exkursionen und Restaurantbesuche vorgeworfen, außerdem soll ein Dienstwagen zu günstig an ein Familienmitglied von ihm verkauft worden sein. Der Kärntner Landesrechnungshof hatte die hohen Ausgaben des Geschäftsführers in einem Bericht kritisiert, Nutzen oder Mehrwert seien oft nicht ersichtlich gewesen. Der ehemalige Geschäftsführer war nach Bekanntwerden des Berichts fristlos entlassen worden. Er klagte dagegen, ein Prozess am Arbeitsgericht läuft. (APA, 15.6.2021)