Keiko Fujimori beim Verlassen des Gerichts in Lima. Die Rechtspopulistin wurde ermahnt, sich an die Auflagen ihres Verfahrens zu halten.

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Lima – Die peruanische Präsidentschaftskandidatin Keiko Fujimori bleibt vorerst auf freiem Fuß. Ein Richter lehnte am Montag den Antrag der Staatsanwaltschaft ab, die Haftverschonung auszusetzen und die Rechtspopulistin wieder in Untersuchungshaft zu nehmen, wie der Radiosender RPP berichtete. Allerdings ermahnte er Fujimori, sich künftig strikt an ihre Auflagen zu halten. Die Staatsanwaltschaft kündigte an, Berufung gegen die Entscheidung einzulegen.

Gegen die Tochter des früheren Machthabers Alberto Fujimori (1990-2000) wird wegen Korruption ermittelt. Sie soll zur Finanzierung von Wahlkämpfen Schmiergelder des brasilianischen Baukonzerns Odebrecht angenommen haben. In den vergangenen Jahren war sie mehrfach in U-Haft. Zu ihren Auflagen gehört ein Kontaktverbot zu Mitangeklagten und Zeugen in dem noch laufenden Verfahren, gegen das sie zuletzt verstoßen hatte.

Wahlsieger steht noch nicht fest

Auch zwei Wochen nach der Präsidentenwahl in Peru steht der Sieger noch immer nicht fest. Der Linkskandidat Pedro Castillo liegt nach der Auszählung aller Stimmen knapp von Fujimori. Allerdings haben beide Lager Manipulationsvorwürfe erhoben und Anträge zur Annullierung bestimmter Stimmen gestellt. Letztendlich wird die Wahl wohl vor Gericht entschieden. (APA, 22.6.2021)