Malta steht wegen des Vorwurfs der Finanzkriminalität im Visier.

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Valletta – Eine internationale Institution zur Bekämpfung von Geldwäsche hat Malta auf eine Beobachtungsliste für Finanzstraftaten gesetzt. Die Financial Action Task Force (FATF) mit Sitz in Paris entschied sich trotz des Versuchs der maltesischen Regierung, die Entscheidung abzuwenden, zu diesem Schritt, berichtete die Zeitung "Times of Malta" am Mittwoch. Regierungschef Robert Abela bestätigte die Entscheidung und bezeichnete sie als "ungerecht".

Malta beschwichtigt

Auf die meisten Bedenken, die die Gutachter äußerten, sei man bereits eingegangen. Malta wolle mit seinem Reformprogramm weiter fortfahren, sagte Abela. "Wir werden unseren Austausch intensivieren, um Maltas Erfolge besser zu erklären und zu versichern, dass sie von der internationalen Gemeinschaft beachtet und verstanden werden". Malta würde sich im Kampf gegen Finanzkriminalität nie unkooperativ zeigen oder sich dagegen versperren, sicherte er den internationalen Partnern zu.

Für Malta bedeutet die Aufnahme auf die graue Liste, dass das EU-Land verstärkt von der FATF überwacht wird und einen Maßnahmenplan vorlegen muss, wie es die Mängel im Rahmen der Finanzkriminalität beheben will. Das Land wurde bereits wegen seines Programms für die sogenannten goldenen Pässe verstärkt auf Finanzkriminalität überprüft. (APA, 24.6.2021)