Trauer in Georgien um den ermordeten Journaiisten Alexander Laschkarawa.

Foto: REUTERS / IRAKLI GEDENIDZE

Tiflis – Nach dem Tod eines Journalisten haben vier oppositionelle georgische Fernsehkanäle eine 24-stündige Sendepause eingelegt. Sie wollten damit gegen die Regierung der Ex-Sowjetrepublik im Südkaukasus protestieren, der sie Tatenlosigkeit und mangelnden Schutz von Medienschaffenden vorwerfen. Der Sender TV Pirweli, für den der gestorbene Alexander Laschkarawa arbeitete, forderte in einer Mitteilung am Mittwoch den Rücktritt von Regierungschef Irakli Garibaschwili.

Bei Demo für REchte von Schwulen und Lesben zusammengeschlagen

Laschkarawa war Anfang vergangener Woche im Streit um eine Demo für die Rechte von Schwulen und Lesben von homophoben Rabauken zusammengeschlagen worden. Er wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht und einige Tage später entlassen. Am Sonntag wurde er tot in seiner Wohnung in der Hauptstadt Tiflis aufgefunden. Bei anschließenden Protesten wurden mehrere Journalisten vorübergehend festgenommen.

Die Ex-Sowjetrepublik Georgien strebt zwar mit einer pro-westlichen Politik in die EU, allerdings gibt es in dem Land mit einer einflussreichen orthodoxen Kirche starke konservative Kräfte, die liberale Ideen bekämpfen. (APA, 14.7.2021)