Trajdos scheiterte in Runde eins.

Foto: REUTERS

Nach dem speziellen Ohrfeigen-Aufwärmprogramm vom deutschen Judo-Bundestrainer Claudiu Pusa für seine Kämpferin Martyna Trajdos hat der Weltverband IJF reagiert und eine "ernste Verwarnung" wegen "schlechten Verhaltens während des Wettkampfes" ausgesprochen. Explizit genannt wurden dabei allerdings weder Coach noch Vorgang.

"Judo ist eine erzieherische Sport und kann als ein solcher kein solches Verhalten tolerieren, das sich gegen den Moral-Code des Judo richtet", hieß es in dem bei Twitter veröffentlichten Statement.

Pusa hatte die 32 Jahre alte Trajdos am Dienstag vor ihrem ersten Kampf mit beiden Händen am Kragen gepackt und ihr zwei schallende Ohrfeigen verpasst, Trajdos nickte zufrieden und stieg zum Kampf auf die Matte.

"Das ist eben mein Ritual, was ich mir vor dem Wettkampf ausgesucht habe", schrieb Trajdos bei Instagram: "Mein Coach macht das, was ich möchte, um mich anzuheizen." Weil die frühere WM-Dritte allerdings schon im in ihrem ersten Kampf der Ungarin Szofi Ozbas unterlag, stellte sie sarkastisch fest: "Wahrscheinlich war es nicht hart genug." (sid, 28.7.2021)