Das Bild ging um die Welt: Die Rechtsanwälte Mark und Patricia McCloskey richteten ihre Waffen auf Demonstranten.

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Washington – Als in den USA im vergangenen Jahr im ganzen Land Menschen gegen Rassismus auf die Straße gingen, drohten die Eheleute McCloskey Demonstranten vor ihrem Haus mit Schusswaffen. Das Bild des Paars in der Stadt St. Louis mit Pistole und Sturmgewehr im Anschlag verbreitete sich rasch über die Medien: Die Republikaner erklärten sie zu Helden, Demokraten verurteilten das martialische Auftreten – und die Justiz ermittelte.

Letztlich bekannten sich die Rechtsanwälte Mark und Patricia McCloskey im Herbst schuldig, mussten eine kleine Strafe zahlen und ihre Waffen abgeben. Am Freitag begnadigte der republikanische Gouverneur des Bundesstaats Missouri, Michael Parson, das Ehepaar aber, wie sein Büro am Dienstag mitteilte. Damit ist ihre Verurteilung hinfällig. Mark McCloskey will sich inzwischen um ein politisches Amt bemühen.

Bei einem Protestmarsch gegen Rassismus und Polizeigewalt nach der Tötung des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz hatten Demonstranten in St. Louis im Juni 2020 eine Privatstraße vor dem Haus der McCloskeys genutzt. Das Ehepaar stellte sich schützend vor das Haus – er mit einem Sturmgewehr, sie mit einer Pistole. (APA, 4.8.2021)