Wie stehen Sie zum Vorschlag?
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250 Euro im Monat – so viel solle man als Elternteil für die ersten vier Jahre als Bonus ausbezahlt bekommen, wenn die Wochenarbeitszeit zwischen 28 und 32 Stunden beträgt, so die Forderung von Arbeiterkammer und ÖGB. Das Ziel: Die Familienarbeit in Österreich soll gleichmäßiger auf Mütter und Väter aufgeteilt werden. Aktuell ist es immer noch so, dass bei den meisten Familien die Frau mit 20 Stunden aus der Karenz zurückkommt, während der Mann Vollzeit weiterarbeitet. In weniger als zehn Prozent der Fälle gehen laut Statistik Austria beide Elternteile in Teilzeit, um sich die Kinderbetreuung aufzuteilen. Das schlägt sich natürlich in späteren Jahren dann auch auf den Pensionskonten nieder, im Schnitt erhalten Frauen monatlich 851 Euro weniger Pension als Männer.

Der Vorstoß sorgte für unterschiedlichste Reaktionen und Einschätzungen – so auch innerhalb der STANDARD-Community.

Stimmen aus dem Forum

Klar dafür ist "Lexas", der aus eigener Erfahrung berichtet:

Der Vorschlag könnte "wirklich etwas bewegen", meint "Power Piefke":

"a posteriore" findet hingegen, dass die Idee immer noch zu viele ausschließt:

Die wirklichen Engpässe beginnen erst nach Ablauf der vorgeschlagenen vier Jahre, so die Kritik von "Generation Why":

Auch "Yesasna" sieht die Probleme eher im lückenhaften Kinderbetreuungsangebot:

Der Ansatz geht nicht weit genug, meint "cyberkizz" und bringt das schwedische Modell ins Spiel:

"Babywal" schlägt hingegen eine Arbeitszeitverkürzung für alle vor:

"Corrin" sieht in dem Vorschlag eine Benachteiligung vollzeitarbeitender Personen:

Wie sehen sie das?

Was spricht für, was gegen die Idee von Arbeiterkammer und ÖGB? Was wäre aus Ihrer Sicht und Erfahrung sinnvoller? Diskutieren Sie im Forum! (aan, 5.8.2021)