Die heutige Asphalt Princess als Thalassa Desgagnes im kanadischen Ontario, Juni 2016.

Foto: Reuters/Kevin D.Majewski

Dubai/London – Ein mutmaßlich vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate gekapertes Schiff ist britischen Angaben zufolge wieder frei. Das Amt für Seeschifffahrt erklärte am Mittwoch, der Vorfall sei abgeschlossen, die Angreifer seien von Bord gegangen. Weitere Details nannte die britische Aufsicht UKMTO nicht. Auch der Name des Schiffes wurde nicht erwähnt.

Aus Sicherheitskreisen war am Dienstag verlautet, dass der Bitumentransporter Asphalt Princess, der laut Marinetraffic.com unter der Flagge von Panama fährt, gekapert worden sei. Mutmaßlich stecke der Iran dahinter. Der Iran wies dies zurück. Der Vorfall sei ein Vorwand für feindliche Aktionen gegen den Iran, erklärten die Revolutionsgarden im Staatsfernsehen.

Dichtbefahrene Seestraße

Das Seegebiet, in dem der Tanker gekapert worden sein soll, befindet sich unmittelbar vor der Straße von Hormuz, einer Meerenge, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet. Sie stellt ein Nadelöhr für die weltweite Ölversorgung dar. Rund ein Fünftel der weltweiten Öltransporte müssen die Meerenge passieren.

Die Lage in der Region ist nach einem Angriff auf einen Öltanker eines israelischen Betreibers angespannt. Auch hier steht der Iran im Verdacht, hinter dem Angriff zu stecken. Die Regierung in Teheran weist die Vorwürfe zurück. Israel hat mit Konsequenzen gedroht.

Die Lage in der Region ist nach einem Angriff auf einen Öltanker eines israelischen Betreibers angespannt. Iran steht im Verdacht, hinter den Angriff zu stecken. Die Regierung in Teheran weist die vorwürfe zurück. Israel hat mit Konsequenzen gedroht. (red, APA, Reuters, 4.8.2021)