Schon vor dem Beginn der Spiele gibt es Aufregung um einen "unehrenhaften Vorfall" in Tokio.

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Tokio – Ein georgischer Judoka ist offenbar vor dem Start der Paralympischen Spiele in Tokio verhaftet worden. Der 34 Jahre alte Sportler soll einem Wachmann im Quarantänehotel am Flughafen Haneda am Donnerstag eine Rippe gebrochen haben, indem er ihn "ansprang und zu Boden stieß", sagte ein Polizeisprecher der französischen Nachrichtenagentur AFP. Die georgische Mannschaft war nach Einreise wegen eines positiven Testergebnisses in Quarantäne geschickt worden.

Laut lokalen Medien soll das Team im Quarantänehotel dennoch lautstark gefeiert haben. Als ein Wachmann eine Verwarnung aussprechen wollte, kam es offenbar zu dem Vorfall. Eine offizielle Reaktion der Organisatoren und des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) gab es zunächst nicht. Nach Informationen lokaler Medien soll der betroffene Athlet von den Spielen ausgeschlossen und nach Hause geschickt werden.

Zuschauer ausgesperrt

Die Spiele in Tokio werden wegen der Corona-Pandemie erwartungsgemäß ohne Zuschauer stattfinden. Dies teilten die Organisatoren und das Internationale Paralympische Komitee (IPC) gut eine Woche vor dem Start mit. Tokio befindet sich bereits seit Anfang Juli und mindestens bis zum 31. August im Notstand, fast täglich gibt es Corona-Rekordzahlen. Bereits bei Olympia durften deshalb keine Fans in die Sportstätten.

Während der geplanten Paralympics werden rund 4.400 Athletinnen und Athleten aus rund 160 Ländern um die Medaillen wetteifern. (APA, dpa, 16.8.2021)