Nio will ähnlich wie VW und Toyota zum Massenproduktionshersteller in der Autoindustrie werden.

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Der chinesische E-Wagen-Hersteller Nio sieht sich gerne als Konkurrent zu Tesla. Jetzt ließ der CEO des Konzerns, William Li, mit einer Aussage aufhorchen: Nio bereite sich darauf vor, kostengünstige Wagen zu fertigen. Damit will man künftig den ganz großen Herstellern, etwa VW und Toyota, Konkurrenz machen.

Neue Strategie

Nio will eine weitere Automarke ins Leben rufen, um den Massenmarkt besser zu erschließen. Als Vorbild soll VW dienen, das mit einer Vielzahl von Automarken und unterschiedlichen Fahrzeugtypen den Markt gut bedienen kann, aber auch von Toyota will sich Nio inspirieren lassen.

Der chinesische Autohersteller kann erfreut auf die vergangenen Monate zurückblicken. Im Jahr 2020 konnten knapp 44.000 Wagen verkauft werden. Damit hat Nio seine Verkäufe aus dem Vorjahr verdoppelt. Als ersten Schritt der neuen strategischen Initiative hat Nio ein Kernteam installiert, das sich mit dem Aufbau der neuen Marke auseinandersetzen soll. Wie die Marke heißen wird und in welcher Preisspanne Nio die geplanten günstigeren Elektroautos anbieten will, bleibt vorerst unbekannt.

Billiger als Tesla

Laut Li will Nio mit seiner neuen Marke "bessere Produkte und Services zu geringeren Preisen als Tesla" anbieten. Im Moment bietet Nio drei SUV-Modelle an, weitere drei Fahrzeuge sollen im Jahr 2022 auf dem Elektromobilmarkt erscheinen. Im Herbst 2021 wird Nio erstmals auch am europäischen Markt Fuß fassen. In Norwegen beginnt dann der Verkauf des E-SUV ES8, der erst im Juni eine europäische Typenzulassung erhalten hat. (red, 16.8.2021)