In Myanmar hat die Militärregierung die Festnahme von zwei weiteren Journalisten bekanntgegeben.

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Naypyidaw – Die Militärregierung in Myanmar hat die Festnahme von zwei weiteren Journalisten bekanntgegeben. Sithu Aung Myint, der unter anderem für Voice of America arbeitete, werde Volksverhetzung und Verbreitung falscher Informationen in den sozialen Medien vorgeworfen, berichtete der Sender Myawaddy TV am Samstag. Er habe darin die Militärregierung kritisiert und zum Streik aufgerufen.

Htet Htet Khine habe unter anderem einem mutmaßlichen Kriminellen Unterschlupf gewährt und für die von der Opposition ausgerufene Schattenregierung gearbeitet, berichtete der von der Armee kontrollierte Sender weiter. Die Festnahmen seien am 15. August erfolgt.

Nach Angaben der Organisation Human Rights Watch (HRW) hat die Militärregierung inzwischen knapp 100 Journalisten festgenommen. Die Armee hatte im Februar geputscht und dies mit Fälschungen bei der Parlamentswahl begründet. Der Putsch stoppte den Demokratisierungsprozess und weckt Erinnerungen an fast ein halbes Jahrhundert der Militärherrschaft in Myanmar. Menschenrechtsaktivisten zufolge sind seitdem 1.000 Menschen ums Leben gekommen. (APA, Reuters, 22.8.2021)