Bei Spar erhält man direkt mit dem Kassenzettel einen Zusatzbon mit wichtigen Telefonnummern.

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Wien – Seit August informiert die Handelskette Spar erstmals über den Kassabon, wo und wie von Gewalt betroffene Frauen Hilfe erhalten können. Das Ziel der Initiative der Stadt Wien und von Spar ist, so niederschwellig wie möglich über Notrufnummern zu informieren – "um Gewalttaten möglichst zu verhindern und Betroffenen rasch und unbürokratisch Schutz zu bieten", heißt es in einer Aussendung von Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gaál (SPÖ).

Spar-Geschäftsführer Alois Huber und Frauenstadträtin Kathrin Gaál präsentieren die neue Informationskampagne.
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Nummern auf dem "Nachkassenbon"

Die Aktion wird über die nächsten Monate hinweg immer wieder stattfinden und über die Notrufnummern informieren. "Ein stark frequentierter Ort in unserer Gesellschaft ist die Supermarktkassa", stellte Gaál die Informationskampagne am Mittwoch näher vor. Im Supermarkt erhält man mit dem Kassenzettel einen sogenannten "Nachkassenbon" mit einer Telefonnummer und Webadresse (als QR-Code). Betroffene erhalten durch diesen Bon entweder Informationen oder einen direkten telefonischen Kontakt zu den Hilfseinrichtungen in Wien. Angegeben werden der 24-Stunden-Frauennotruf und der Notruf der Wiener Frauenhäuser. Den mit den Nummern versehenen Nachkassenbon erhalten nun alle automatisch mit dem Kassenzettel – also nicht nur Frauen.

Soziale Verantwortung

"Es ist wichtig, dass Frauen in einer Notsituation möglichst schnell und unbürokratisch Hilfe bekommen – und zwar rund um die Uhr. Je öfter auf die Notrufnummern hingewiesen wird, umso besser", so Gaál.

"An allen Spar-Kassen in Wien wird diese Zusatzinformation mit dem Kassenzettel ausgegeben. Als größter privater Arbeitgeber und Nahversorger sind wir uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst", sagte Spar-Geschäftsführer Alois Huber.

Immer erreichbar

Der 24-Stunden-Frauennotruf ist rund um die Uhr erreichbar – vertraulich, kostenlos und anonym. Er ist eine Beratungsstelle für Frauen und Mädchen ab 14 Jahren, die von Gewalt betroffen sind. Schwerpunktthemen sind sexualisierte Gewalt, Beziehungsgewalt und psychische Gewalt wie Stalking. (red, 25.8.2021)