Ein Soldat der Rebellengruppe "Allianz Nationaler Demokratischer Armeen" (MNDAA).

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Yangon (Rangun) – In Myanmar hat die Rebellengruppe "Allianz Nationaler Demokratischer Armeen" (MNDAA) nach eigenen Angaben nahe der Grenze zu China mindestens 23 Soldaten getötet. "Sie wollten unsere Stellung einnehmen", sagte ein Sprecher der Rebellen am Freitag. Ihm zufolge hatte die Armee Ende August einen Versuch gestartet, einen Stützpunkt der MNDAA im nordöstlichen Bundesstaat Shan zu erobern.

"Wir standen auf dem Berg und sie waren unten, wir schossen auf sie, als sie kamen", beschrieb der Sprecher die Kampfsituation. Unter den Rebellen habe es einen Toten gegeben. Die Armee machte nur ungenaue Angaben zu den Zusammenstößen.

Immer wieder Kämpfe

In Myanmar gibt es mehr als 20 ethnische Rebellengruppen, von denen zahlreiche in den Grenzregionen Gebiete kontrollieren. Immer wieder kommt es zu Kämpfen mit den Regierungstruppen.

Im August wurde im chinesischen Staatssender CGTN berichtet, dass bei Kämpfen im Shan-Staat Querschläger auf chinesischem Gebiet landeten, wo sie "Gebäude beschädigten und die Anrainer in Angst versetzten". Viele Rebellengruppen im Norden Myanmars haben enge kulturelle Bindungen nach China, sie sprechen chinesische Dialekte und nutzen die chinesische Yuan-Währung. (APA, AFP, 3.9.2021)