Tesla-CEO Elon Musk im Gespräch mit Armin Laschet (CDU).

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Der US-Elektroautobauer Tesla kann in Deutschland einem Medienbericht zufolge voraussichtlich mit staatlichen Fördermitteln von rund 1,1 Milliarden Euro aus einem Europäischen Batteriezellenprogramm rechnen. Der "Tagesspiegel" aus Berlin berichtete am Sonntag, die Förderung durch das deutsche Wirtschaftsministerium sei reif für die Bewilligung. Das Ministerium erklärte auf Anfrage, es gebe "noch keine finale Zahl" für die Förderung von Tesla im Rahmen des Batterieprojekts.

Das Brandenburger Wirtschaftsministerium äußerte sich zu dem Bericht nicht. Tesla will in Grünheide bei Berlin nicht nur die erste Elektroautofabrik in Europa bauen, sondern dort auch Batteriezellen in Massen produzieren.

Die EU-Kommission hatte Anfang des Jahres zum zweiten Mal Milliardenhilfen zur Unterstützung der Batterieproduktion in Europa genehmigt. Deutschland und elf weitere EU-Länder können bis zu 2,9 Milliarden Euro zusätzlich bereitstellen, damit sollen Fortschritte bei der Elektromobilität erzielt werden. Auch österreichische Firmen sind dabei. Von den Fördermitteln kann auch Tesla in Brandenburg profitieren. Deutschland koordiniert das zweite Batterieprogramm.

In Grünheide sollte ursprünglich bereits Anfang Juli die Herstellung von Elektroautos beginnen, inzwischen peilt Tesla aber das Jahresende an. Das Unternehmen baut derzeit über vorzeitige Genehmigungen, weil die abschließende Entscheidung über die umweltrechtliche Genehmigung durch das Land Brandenburg noch aussteht. Wann die Entscheidung kommt, ist bisher offen. Pro Jahr sollen in Grünheide in Brandenburg bis zu 500.000 Fahrzeuge vom Band rollen. (APA/dpa, 6.9.2021)