Die Ostseepipeline Nord Stream 2 ist umstritten.

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Moskau – Der Bau der umstrittenen Gaspipeline Nord Stream 2 ist nach Angaben des russischen Energieriesen Gazprom beendet. Die Arbeiten seien abgeschlossen worden, teilte der Konzern am Freitag mit. Die Pipeline soll Gas von der Narwa-Bucht in Russland bis Lubmin in der Nähe von Greifswald transportieren und die Kapazitäten der bereits bestehenden Nord-Stream-Pipeline zwischen beiden Ländern verdoppeln. Die USA, die Ukraine und weitere Staaten vor allem aus Osteuropa lehnen das milliardenschwere Projekt mit der Begründung ab, es mache die europäischen Abnehmerstaaten abhängig von russischen Erdgaslieferungen. Zudem wollen die USA eigenes Gas nach Europa exportieren.

Nord Stream 2 ist abgeschlossen.
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Gazprom gehört die Projektgesellschaft Nord Stream 2. An der Finanzierung der Röhre beteiligen sich fünf westliche Unternehmen: der Düsseldorfer Versorger Uniper, Wintershall Dea, die französische Engie, das österreichische Energieunternehmen OMV und Shell. Die Gesamtkosten werden auf 9,5 Milliarden Euro beziffert, von denen die eine Hälfte Gazprom übernimmt und die andere die europäischen Partner. Noch heuer soll Gas durch die Pipeline fließen. (Reuters, 10.9.2021)