Ein Soldat in Myanmar.

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Naypyidaw – In Myanmar sind bei Kämpfen zwischen Armee und Aufständischen örtlichen Berichten vom Freitag zufolge mindestens 20 Menschen getötet worden. Es handelt sich um die schwersten Zusammenstöße, seit die selbst ernannte Regierung der Nationalen Einheit die Bevölkerung am Dienstag zum Aufstand gegen die Militärregierung aufgerufen hat.

Bei Kämpfen in dem Dorf Myin Thar in der Region Magway im Zentrum des Landes starben einem Bericht der BBC zufolge zehn Menschen. Die Nachrichten-Website Irrawaddy berichtete von 17 Todesopfern und zitierte einen Militärsprecher, der Kämpfe in Magway bestätigt habe. Ein Dorfbewohner sagte Reuters am Telefon, das Militär habe das Dorf mit Artillerie angegriffen und Häuser niedergebrannt. Irrawaddy berichtete zudem, bei Kämpfen in Yangon, der größten Stadt des Landes, seien drei Soldaten gestorben. Der Sender Radio Free Asia und der Nachrichtenanbieter Mizzima berichteten, das Militär habe auch Luftangriffe geflogen.

Das Militär hatte im Februar gegen die demokratisch gewählte Regierung geputscht und geht mit Waffengewalt gegen seine Gegner vor. Allein bis August kamen nach Angaben von Menschenrechtlern mehr als 1.000 Menschen bei dem Konflikt ums Leben. (APA, Reuters, 10.9.2021)