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Gucci machte 2017 den Anfang, Balenciaga und Alexander McQueen zogen nach und nun hat die Konzernmutter "Kering" für alle ihre Tochtergesellschaften die Weisung ausgegeben: "Kein Pelz mehr!" In einem Statement wurde verkündet, dass alle zu dem börsennotierten französischen Mode- und Accessoires-Konzern zugehörigen Modelabels (z.B. auch Saint Laurent oder Brioni) ab den Herbstkollektionen 2022 auf die Verwendung von Pelz verzichten werden. Kering-CEO, François-Henri Pinault hierzu: "Wenn es um den Tierschutz geht, hat unsere Gruppe immer ihre Bereitschaft bewiesen, die Praktiken innerhalb ihrer eigenen Lieferkette und im Luxussektor im Allgemeinen zu verbessern. Jetzt ist es an der Zeit, einen weiteren Schritt nach vorne zu gehen und die Verwendung von Pelz in allen unseren Kollektionen zu beenden."

Kering strebe eine führende Rolle in Sachen Nachhaltigkeit an und wolle Luxus mit den höchsten ökologischen und sozialen Standards verbinden, so François-Henri Pinault. Er übernahm die Unternehmensleitung von seinem Vater François Pinault, der die "Pinault-Gruppe" 1963 gründete. 1988 ging man an die Börse, in den 1990 entwickelte man sich weg von der Holz- und Baubranche, hin zum Einzelhandel. Heute umfasst die Gesellschaft drei Bereiche: Watches & Jewelry, Kering Eyewear und Couture & Leather Goods. Zu letzterem gehören die Luxusmodemarken Gucci, Saint Laurent, Bottega Veneta, Balenciaga, Alexander McQueen und Brioni. (red, 24.9.2021)