Musk zeigt sich von den Klagen durch Bezos mehr genervt als bedroht.

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Elon Musk zeigt sich von den regelmäßigen Klagen durch Jeff Bezos zunehmend genervt. Auf der Code Conference am Dienstag richtete der Space-X-Chef deshalb dem Amazon-Gründer aus: "Du kannst dir den Weg zum Mond nicht erklagen, egal wie gut deine Anwälte sind."

Keine Freunde

Mit dem Kommentar reagierte Musk auf die Klagen, die Bezos' Firma Blue Origin zuletzt gegen Space X eingebracht hat. Zunächst fühlte sich Blue Origin bei einer Ausschreibung der Nasa übergangen – die Weltraumbehörde verkündete im Juli eine Zusammenarbeit mit dem Konkurrenten Space X. Im September forderte Amazon die US-Handelskommission zudem auf, aktualisierte Starlink-Pläne abzulehnen, da diese gegen bestehende Regeln verstoßen würden.

Die Journalistin Kara Swisher fragte Musk auf der Code Conference auch, ob er mit Bezos über die Klagen gesprochen habe. "Nicht verbal, nur Tweets", antwortete Musk. Im August hatte Musk auf Twitter bereits in Richtung Bezos geschossen: "Es scheint so, als habe Bezos nur deshalb seinen Job als CEO bei Amazon zurückgelegt, um jetzt Vollzeit Klagen gegen Space X zu formulieren."

Für die zuletzt erfolgten Reisen ins All durch Richard Branson und Bezos hatte Musk nur einen zynischen Kommentar übrig: "Ich finde es cool, dass sie Geld dafür ausgeben, ins All zu reisen, aber ein suborbitaler Flug ist halt nur ein Schritt in Richtung Orbit."

Kryptoregulierung

In dem Interview ging Musk zudem auf das Thema Kryptoregulierung ein. "Ich denke, Regierungen werden Krypto nicht zerstören können, aber sie können ihren Fortschritt einbremsen", erklärte Musk. Swisher fragte ihn weiter, ob die US-Regierung in eine Regulierung des Marktes involviert sein sollte. Musk: "Ich würde sagen – tut einfach nichts."

Zu der kritischen Haltung Chinas gegenüber Krytpowährungen hatte der Tesla-Chef ebenfalls ein Kommentar übrig. "Der Grund für die harten Regulierungen könnte unter anderem sein, dass China gerade mit großen Stromversorgungsproblemen zu kämpfen hat. Da kann Kryptomining schon einen Anteil daran haben." Das Ziel von Kryptowährungen ist laut Musk zudem, die Macht von zentralisierten Regierungen zu verringern. "Das mögen sie sicher auch nicht." (red, 29.9.2021)