Das Schutzgebiet "Bears Ears" im US-Bundesstaat Utah.

Foto: AP / Francisco Kjolseth

Washington – US-Präsident Joe Biden will drei von seinem Vorgänger Donald Trump deutlich verkleinerte Naturschutzgebiete wiederherstellen. Ziel sei der bessere Schutz und die Erhaltung von Land und Gewässern, teilte das Weiße Haus am Donnerstag mit. Betroffen von der Maßnahme sind zwei Naturschutzgebiete im US-Staat Utah und eines vor der Küste Neuenglands. Die Gebiete sind den Angaben zufolge örtlichen indigenen Stämmen heilig.

Von Demokraten unter Schutz gestellt

Das National Monument "Bears Ears" in Utah büßte unter Trump einen großen Teil seiner Fläche ein, auch "Grand Staircase – Escalante" musste deutlich schrumpfen. Beide National Monuments waren von demokratischen Präsidenten unter Schutz gestellt worden – "Bears Ears" im Dezember 2016 noch von Barack Obama, "Grand Staircase – Escalante" im Jahr 1996 von Bill Clinton. Das Meeresschutzgebiet Northeast Canyons and Seamounts wurde in letzter Zeit auch für kommerzielle Fischerei genutzt.

Fischereibeschränkungen in Küstengebieten

Biden will nun den Schutz der Gebiete wiederherstellen und Fischereibeschränkungen wieder einführen. Trump argumentierte damals, die Menschen in Utah wüssten viel besser, was gut für ihr Land sei als Bürokraten im fernen Washington. Umweltschützer hingegen erklärten, der Schutz sei entscheidend, um intensiven Bergbau und die Suche nach Bodenschätzen, verbunden mit erheblichen Einflüssen auf Umwelt und Landschaft, zu verhindern. Die Gegenden zählen zu den landschaftlich eindrucksvollsten in den USA. (APA, dpa, 8.10.2021)